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Auf der Suche nach einem neuen Konzept

Montgolfiade: Siebach und TTT lösen Vertrag

Von Peter Posztos

Wie heute Vormittag bekannt wurde, haben die TTT und das GS Eventbüro von Julian Siebach den Vertrag zur Organisation der Tegernseer Tal Montgolfiade nach drei Jahren aufgelöst. Siebach hatte mit seinem Team das traditionsreiche Event von 2011 veranstaltet und viel ausprobiert.

Wie es nun mit der Montgolfiade weitergeht, steht indes noch nicht fest. Die TTT will die Organisation erst mal selbst stemmen. Doch das werde nur in abgespeckter Form passieren können.

Bei der Präsentation des Montgolfiade-Konzepts im Dezember 2010.
Von links: Peter Höß, Georg Overs, Peter Rie, Michael Unger, Julian Siebach

Die Ziele waren groß, als vor fast genau drei Jahren die Verantwortlichen aus dem Tegernseer Tal zusammen mit Julian Siebach vor die Presse traten. Nichts Geringeres als eine komplette Umgestaltung der erfolgreichsten Wintersportveranstaltung am Tegernsee wollte man damals hinbekommen.

Ein wenig mehr Rahmenprogramm, ein wenig mehr Show, ein wenig mehr für Kinder. Und vor allem weniger Abhängigkeit von der eigentlichen Attraktion – dem Ballonfahren, so der Plan. Dabei sollte die Montgolfiade unter dem neuen Veranstalter zu einem „talweiten Event“ werden. Das Ziel formulierte TTT-Chef Georg Overs wie folgt:

Unser Bestreben ist es, die Ausstrahlung der Montgolfiade für das Tal zu optimieren und gleichzeitig die Auslastung der Gästebetten in allen fünf Talgemeinden zu forcieren.

Den Ankündigungen folgte zwar ein umfassender „Relaunch“ des Markenauftritts. Die Montgolfiade 2011 war trotzdem relativ unspektakulär und geprägt von wenigen Starts der Ballons und einigen Fehlgriffen im Rahmenprogramm. Die darauffolgende Analyse fiel ernüchternd aus. Intern gab es Kritik an der Durchführung und dem Veranstalter, der gleichzeitig die TTT stärker in die Pflicht nehmen wollte.

Dabei wurde im Rahmen der nächsten zwei Veranstaltungen 2012 und 2013 alles versucht, um für die Montgolfiade ein erfolgreiches Konzept zu finden. Mehr Tage für mehr Starts, dann wieder weniger. Auf viel Rahmenprogramm und Wintermarkt vor der Wandelhalle in einem Jahr folgte der Weg „zurück zu den Wurzeln“ im nächsten.

Zwei Jahre später war die Stimmung bereits deutlich abgekühlt.
Von links: Michi Unger, Georg Overs und Julian Siebach

Nun soll es die TTT wieder selbst richten. Bereits für die kommende Montgolfiade, die Ende Januar über die Bühne gehen soll, steht der bisherige Veranstalter Julian Siebach nicht mehr zur Verfügung. Die Verträge sind laut Siebach vor zwei Wochen aufgelöst worden. Als Hauptgrund geben die beiden Vertragspartner die Auslastung Siebachs durch andere Projekte an. Diese lassen ihm nicht die Kapazitäten frei für die Organisation einer solchen Großveranstaltung.

Neues Konzept ab 2015

So ist die nächste Montgolfiade zwar nicht in Gefahr, wie Georg Overs betont. „Wir werden auf jeden Fall auch 2014 ein Ballontreffen haben und Ballons in der Luft sehen.“ Allerdings soll die Winterveranstaltung nur in abgespeckter Form – sprich mit viel weniger Rahmenprogramm – über die Bühne gehen. Zusammen mit der Gemeinde Bad Wiessee und Michael Unger von Ballooning Tegernsee, der in den vergangenen Jahren als Startleiter fungierte, will man ein neues Konzept auf die Beine stellen.

Mit „im Korb“ sind dann auch ausgewählte Wiesseer Betriebe, die sich zukünftig engagieren wollen. Die Ausarbeitung des Konzepts dürfte jedoch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Denn wie Siebach erklärt, ist die „Montgolfiade ein Mordsaufwand“. Das mehrtägige Event verschlingt rund 100.000 Euro – zumindest wenn man die Maßstäbe der letzten Jahre ansetzt. Mit weniger Rahmenprogramm dürfte es sicher auch günstiger gehen.

Für Georg Overs ist nun die Zeit gekommen, „auch mal innezuhalten“ und zu hinterfragen, was gut und was weniger gut gelaufen ist. So funktioniert die Ausstrahlung der Montgolfiade für das Tal immer noch sehr gut. Doch das Ziel, die Auslastung der Hotelbetten im Winter zu forcieren, habe man verfehlt. „Daran müssen wir weiter arbeiten, und das wird auch ein Teil des neuen Konzepts sein.“

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