Vier Pfoten für ein Halleluja!

von Maxi Hartberger

Angst, Panikanfälle und Depressionen bestimmen ihren Alltag: Die 29-jährige Veronika Stanglmayr aus Kreuth leidet an posttraumatischer Belastungsstörung. Doch nach einer Spendenaktion auf der TS kann Sie sich jetzt ihren Traum erfüllen.

Ein echtes Dream-Team: Veronika Stanglmayr und der zehn Monate alte Hund Finn. / Archivbild
Ein echtes Dream-Team: Veronika Stanglmayr und der zehn Monate alte Hund Finn.

„Mir bedeutet das sehr viel“. Veronika Stanglmayr ist sichtlich erleichtert, als Sie über die positive Resonanz auf die Spendenaktion der Tegernseer Stimme zu sprechen kommt. Das Geld könne ihr helfen, ihren schwierigen Alltag in Zukunft leichter zu bewältigen.

Denn die Kreutherin kämpft jeden Tag: Die 29-Jährige leidet seit Jahren an Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS). Panikanfälle, Alpträume und Depressionen sind mittlerweile fester Bestandteil ihres Lebens.

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Ein Superhund als Superheld

Seit ihrer Diagnose im Jahr 2011 ist Stanglmayr nicht mehr arbeitsfähig und auf Medikamente angewiesen. Bereits mehrere Krankenhausaufenthalte hat die junge Frau hinter sich. Doch besser als jede Medizin und Therapie kann ihr nur einer helfen – ein zehn Monate alter Hund namens Finn. Der soll künftig ihr Alltagsheld sein und ihr tatkräftig zur Seite stehen.

Denn Finn könnte zu einem PTBS-Assistenzhund ausgebildet werden, doch dazu braucht es eine Spezialausbildung. Für die benötigte Stanglmayr finanzielle Unterstützung und wendete sich Anfang des Jahres an die TS. Mit einem Spendenaufruf sollte ihr Traum von einem tierischen Begleiter unterstützt werden. Doch die junge Kreutherin hatte zunächst Bedenken:

Ich war am Anfang sehr unsicher und hatte Angst, welche Reaktionen kommen, nachdem ich mit meiner Krankheit an die Öffentlichkeit gegangen bin.

Diese Angst konnte sie jedoch schnell hinter sich lassen, nachdem sie das positive Feedback der Leser und anderer Menschen aus ihrer Umgebung erfahren hat. Viele hätten sich persönlich bei ihr gemeldet und ihr Mut gemacht. Für die Spendenaktion wurde damals eine eigene Seite und ein Konto bei der Sparkasse eingerichtet.

Insgesamt 5.500 Euro kamen so für Finns Ausbildung zusammen. Einen Teil der restlichen Summe bekäme Sie dann unter anderem von ihrer Oma, die zu ihrem Geburtstag gesammelt hat. Ein kleiner Teil sei noch offen. Doch Stanglmayr ist erleichtert: „Die Hundetrainerin beginnt bereits langsam mit dem Training für Finn.“ Bis Anfang nächsten Jahres dürfte die Ausbildung dann abgeschlossen sein. Stanglmayr und Finn – wie wir finden, ein echtes Kämpfer-Team.

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