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Kulturwerkstatt Oberland e.V. präsentiert Kunstgrößen des Malerwinkels

Von New York in die Egerner Bucht

Von Amelie Hagleitner

Der Malerwinkel am Tegernsee. Eine Idylle mit Geschichte. Diese Geschichte möchten die Künstler der Kulturwerkstatt zu neuem Leben erwecken. An drei Abenden erinnern sie an drei prägende Kunst-Größen des Malerwinkels.

Am Samstag ist der zweite im Bunde an der Reihe. In der Seehotel Überfahrt wird einer der größten Tenöre des vergangenen Jahrhunderts präsentiert. Dieser sah die halbe Welt – im Tal fühlte er sich am wohlsten.

Malerwinkel erwacht zu neuem Leben

Das Malerwinkel-Projekt der Kulturwerkstatt im Oberland e.V. ist im vollen Gange. Am vergangen Samstag präsentierten 14 Künstler der Region ihre Werke, die den Malerwinkel ins neue Licht rückten. Die Vernissage fand im Innenbereich des Seehotels Überfahrt in Rottach Egern statt. Dort findet diesen Samstag um 19.30 Uhr der zweite Teil der kunstvollen Trilogie statt. Der Abend wird dem Sänger Leo Slezak (1873- 1946) gewidmet.

Sänger Slezak: Ein Genussmensch mit Sehnsucht

Der Sänger führte ein bewegtes Leben. Er begann seine Karriere unter Gustav Mahler in Wien, tourte um die Welt, sang mit Enrico Caruso an der Met in New York und ist bis heute in den USA bekannter als dieser selbst. Als Slezak von der Opernbühne abtrat, prägte er als Schauspieler die deutsche Filmgeschichte.

Die ganze Welt stand ihm offen – doch für ihn gab es nur einen Rückzugsort: 1910 kauft er sich ein Haus am Tegernsee „Mit jedem der anstrengenden Auftritte während einer Spielzeit wuchs seine Sehnsucht nach seinem „Blumenhäusl am Tegernsee“, schreibt Biograf Hans Sollacher.

Slezak liebt es zu essen und zu feiern. „ Savoir vivre“ – er wusste zu leben. Sein Übergewicht hungerte er in den Ferien am Tegernsee ab. Ludwig Thoma nennt das Haus im Malerwinkel darum auch „Hungerhof“. Doch es wird berichtet, dass er zum Frühstück im Bräustüberl heimlich 20 Weißwürscht verspeist habe.

Slezaks Geschichte hautnah erleben

Peter Rixner und Sonja Still haben Slezaks Karriere in einem kurzen Film nachgezeichnet. An dem Samstag Abend liest Still Ausschnitte aus Slezaks Biografie von Hanna von Feilitzsch vor und führt ein Gespräch mit Sepp Höß.

Der Rottacher ist vielen als Hotelier des Malerwinkel Hotels und vor allem als großer Segler bekannt. Er hat Leo Slezak noch persönlich gekannt, schließlich lebte Slezak in seinem Hotel. Höß wird Anekdoten und Erinnerungen über Slezak vortragen. Der Tenor Marius Zaharia wird Lieder aus Slezaks Repertoire zum Besten geben, begleitet von Kamila Akhmedjanova am Piano. Eröffnet wird die Veranstaltung vom Schirmherrn Christian Köck, erster Bürgermeister von Rottach-Egern.

Vor Beginn der Veranstaltung können Interessierte die Ausstellung “Malerwinkel – mit den Augen unserer Zeit” der Kunstwerkstatt besichtigen. Das Hotel Überfahrt bietet an dem Abend ein 3-Gänge Gourmet-Menü mit Lieblingsspeisen von Leo Slezak. Die Karten kosten 19 bis 22 Euro, weitere Informationen gibts es auf Website des Vereins und unter der 08024 99 10 38. Dort finden sich auch Infos zum letzten Abend der Veranstaltungsreihe. Am 22. November widmen sich die Künstler der Geschichte Ludwig Thomas.

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