Gmunder Bürgermeisterwahl wirft Schatten voraus

Von Preysing: “Gehen Sie zur Wahl!”

Von Peter Posztos

In Gmund wird am 11. März ein neuer Bürgermeister gewählt. Und so wie es derzeit aussieht wird Georg von Preysing auch weiterhin das Amt bekleiden dürfen. Trotzdem hofft er auf eine rege Wahlbeteiligung: “Nur bitte nicht einen Wahlkampf, wie beim letzten Mal,” so der Wunsch des CSU-Politikers.

Preysings “Luxusproblem” seien seine “Freunde von der Schutzgemeinschaft”. Die hätten ihm bei der letzten Wahl 2006 das Ergebnis versaut. Obwohl einziger Kanditat erhielt der Gmunder Ortschef nur 67% der abgegebenen Stimmen.

Mit einer Kampagne gegen ihn und “irgendwelchen ausgedachten Namen” auf dem Wahlzettel bei einer sehr niedrigen Wahlbeteiligung von 36% hätten Menge und Co. sein Ergebnis künstlich gedrückt. Das sei schade und solle so hoffentlich auch nicht mehr vorkommen.

Ein Bürgermeister, der auch polarisiert

Denn auch dieses Mal ist Georg von Preysing alleiniger Bewerber für das Amt des Bürgermeisters. Seine Kampfeslust ist mittlerweile legendär. Die Süddeutsche Zeitung schreibt im September 2007 in einem Beitrag zum Gut Kaltenbrunn: “Seine Anhänger schätzen ihn als Macher, der anpackt und seine Amtsgeschäfte in Lederhosen ausübt. Für seine Gegner ist er schlicht der Knecht eines großkopferten Münchners – und außerdem unglaubwürdig.”

Man kann Georg von Preysing viel vorwerfen. Dazu gehört, dass das Maximilian – obwohl langsam Bewegung in das Thema kommt – immer noch als Ruine in der Gegend steht. Auch beim Gut Kaltenbrunn oder dem dritten Orts-Fiasko Ludwig-Erhard-Platz hat er bisher nichts zählbares vorzuweisen.

Darauf angesprochen verweist von Preysing oft auf widrige Umstände und Entwicklungen, die vor seine Zeit als Bürgermeister zurückreichen. Dass er als CSU-Mitglied schon mittlerweile knapp 30 Jahre im Gmunder Gemeinderat sitzt, verschweigt der sehr hemdsärmelig auftretende Politiker dabei nur zu gern.

Doch der 58-Jährige ist ein politisches Urgestein. Er sieht sich als Arbeiter, der als stellvertretender Landrat mittlerweile viel Gespür für wichtige politische Themen bewiesen hat. Das Wohl der Gemeinde Gmund liege ihm am Herzen. Und das vertritt er auch authentisch, nachhaltig und mit viel Humor.

Viele was wir im Gemeinderat in den letzten zwei Jahren angepackt haben ist im Hintergrund gelaufen. Angefangen vom Maximilian über die neue Realschule bis hin zu den Verhandlungen zum Bahnhofsgelände.

Beim Thema Tourismus ist von Preysing froh über die aktuelle tendenziell positive Entwicklung. Trotz Bettenrückgangs in Gmund seien die Übernachtungszahlen im letzten Jahr um 4 Prozent gestiegen.

Dabei dürfte sich das Alleinstellungsmerkmal Gmunds, vor allem für die Bürger, in einem anderen Bereich bewegen. Die nördlichste Talgemeinde soll sich zukünftig als “kinderfreundliches Aushängeschild” präsentieren. Darauf arbeite man im Gemeinderat geschlossen hin, so Preysing. Knapp neun Millionen Euro will man in den nächsten Jahren in eine neuen Krippe, die geplante Realschule und die umfangreiche Sanierung der Grundschule stecken.

Wahlkampf in Gmund?

Eine echte “Wahlkampfveranstaltung” soll es in Gmund auch geben. Trotz fehlenden Gegenkandidaten wird Georg von Preysing am Donnerstag, den 23. Februar seine Bilanz und die künftigen Projekte präsentieren. Den Schwerpunkt möchte er dabei auf die zukünftige Enwicklungen der Gemeinde legen.

Bei der Veranstaltung im Gasthof Köck werden dann wahrscheinlich auch Preysings Gegner vor Ort sein. Und die sehen mittlerweile den Silberstreif am Gmunder Horizont. Denn nach 2018 möchte er als dann 65-Jähriger nicht mehr als Bürgermeister tätig sein. Eine Kandidatur für eine vierte Amtszeit schloss er aus. “Für mich ist in sechs Jahren ein idealer Zeitpunkt um aufzuhören, soviel steht schon heute fest.”

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