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Strüngmann dämpft Erwartungen an schnelle Einigung bei Spielbankgelände

Vor Weihnachten wird nichts entschieden

Seit Jahren herrscht auf dem ehemaligen Wiesseer Spielbankgrundstück Stillstand. Doch die letzten Monate nährten die Hoffnung, dass es demnächst weiter gehen würde. RDR und Thomas Strüngmann befanden sich in Gesprächen. Bis Ende Dezember sollte ein Konzept stehen. Doch daraus wird nichts.

In diesem Jahr wird es zu keiner Einigung mehr kommen, was mit dem Seegrundstück in Bad Wiessee passieren soll.
In diesem Jahr wird es zu keiner Einigung mehr kommen, was mit dem Seegrundstück in Bad Wiessee passieren soll.

Vor zwei Jahren kaufte Thomas Strüngmann der Gemeinde Bad Wiessee deren ehemaliges Spielbankgelände für 4,7 Millionen Euro ab. Seitdem wird viel spekuliert. Kauft er auch das benachbarte Lederer-Areal der Firmengruppe RDR oder kommt es zu einem gemeinsamen Projekt?

Seit einigen Monaten gibt es die Hoffnung, dass sich beide Seiten einig werden könnten. Strüngmann wollte bis Ende Dezember eine Lösung für seinen umfangreichen Immobilienbesitz in der Premiumlage präsentieren. Doch auf Nachfrage vertröstet Strüngmann aufs nächste Jahr.

Vor Weihnachten wird nichts mehr entschieden.

Vieles spricht für ein gemeinsames Hotelprojekt. Doch sollte es letztlich dazu kommen, dürfte das Vorhaben erst im nächsten Jahr Konturen annehmen. Auch Carsten Riecke als Sprecher der Grünwalder Firmengruppe RDR bestätigt, dass man mit Thomas Strüngmann weiterhin verhandle, es aber heuer zu keiner Einigung mehr kommen wird.

Seine Sorge ist, „dass uns das Zeitfenster einen Strich durch die Rechnung machen könnte, da das Projekt sehr komplex ist“. Dennoch ist Strüngmann optimistisch: „Alles ist auf gutem Wege.“ Riecke glaubt nach wie vor an eine für beide Seiten tragbare Lösung. „Es bestehen seit Mitte November Gesprächskontakte“, so Riecke auf Anfrage. Es finde ein sehr intensiver Austausch statt. „In vorderster Linie steht ein gemeinsamer Weg“.

Langwierige Annäherung

Anfang des Jahres klang dies noch anders, da war von Funkstille die Rede. Zudem schlug RDR dann unvermittelt als Lösung für das seit Jahren leer stehende Lederer-Hotel ein Personalhaus vor. Denn es sei gelungen, als Partner die Hurler-Unternehmensgruppe, der auch das Rottacher Hotel Überfahrt gehört, zu gewinnen.

Damit das 18.000 Quadratmeter große Lederer-Areal in der Zwischenzeit hätte genutzt werden können, unterbreitete die Familie Hurler der Gemeinde eine Nutzungsänderung für das frühere Hotel. Bis zu 50 Angestellte der Überfahrt sollten im Lederer zeitlich befristet wohnen können, da es im Seehotel Überfahrt einen Engpass bei der Unterbringung zusätzlichen Personals gebe. Doch der Gemeinderat stimmte dagegen. Man befürchtete, damit könnte durch die Hintertür einer Wohnbebauung Tür und Tor geöffnet werden.

Gemeinsame Gedankenspiele

Anfang Februar waren diese Gedankenspiele spätestens vom Tisch, als Strüngmann und Riecke dem Gemeinderat Rede und Antwort standen. Doch für einen gemeinsamen runden Tisch war die Zeit noch nicht reif, noch sprach man nicht miteinander, sondern nur über Dritte.

Den Sinneswandel brachte wohl erst eine Projektstudie des Wiesseer Ortsplaners Eberhard von Angerer, der über beide Grundstücke ein Hotel in „Bananenform“ samt einem „Fischerdorf“ entwarf. Diese Studie führte offenbar Strüngmann und RDR an den Verhandlungstisch, zumindest symbolisch: Am 19. November näherte man sich telefonisch so weit an, dass beide Seiten eine gemeinsame Gesellschaft zur Bebauung der Seepromenade für möglich halten.

Allerdings stellte ein Vertreter von RDR auch klar, dass nicht die Planungen von Herrn von Angerer im Vordergrund stehen, „sondern als Zielsetzung eine Lösung mit einer gemeinsamen Gesellschaft für die Entwicklung des gesamten Areals“. Die jüngsten Äußerungen nähren zumindest die Hoffnung, dass 2015 die Zeit reif ist für konkrete Planungen einer neuen Hotelanlage an der Seepromenade.


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