Waldbrandgefahr im Oberland

Vorsicht mit der Kippe

Von Robin Schenkewitz

Nach der langen Trockenheit warnt der Deutsche Wetterdienst vor einer erhöhten Waldbrandgefahr. Die Waldbrandstufe wurde auf vier angehoben. Die Regierung von Oberbayern hat Beobachtungsflüge angeordnet. Vor allem Zigarettenstummel könnten zur Gefahr werden. „Bei dem heißen und trockenen Wetter ist allerhöchste Vorsicht geboten!“, sagt ein Forstexperte.

Ab morgen werden gefährdete Bereiche zusätzlich aus der Luft überwacht. Foto: Archivbild
Ab heute werden gefährdete Bereiche zusätzlich aus der Luft überwacht. / Archivbild

In der Mitteilung der Regierung heißt es, dass aufgrund der zunehmenden Trockenheit für einzelne Bereiche in Oberbayern eine hohe Waldbrandgefahr – Waldbrandstufe vier – ausgerufen wurde. Besonders gefährdet sind Wälder auf leicht sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder. Durch die Überwachung aus der Luft will man das Risiko unentdeckter Brände eindämmen.

Grundsätzlich bedeutet die Waldbrandstufe vier, dass jegliches offenes Feuer, zum Beispiel das gezielte Abbrennen von Gartenabfällen, in Waldnähe verboten ist. Außerdem sollte im Wald und auf offenen Wiesen nicht geraucht werden. Vor allem weggeworfene Zigarettenstummel können katastrophale Folgen haben.

„Allerhöchste Vorsicht geboten“

„Bei dem heißen und trockenen Wetter ist allerhöchste Vorsicht geboten!“, sagt ein Forstexperte. Durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen sei es gerade im Gebirge in den vergangenen Jahren immer wieder zu verheerenden Bränden gekommen. Hinzu kommt, dass das Löschen im unzugänglichen Gelände nur sehr schwer möglich ist.

Gerade deshalb sei es laut dem Experten wichtig, die Feuerwehr schnell über einen Waldbrand zu informieren. Wer einen entdeckt, sollte deshalb nicht zögern und die Rettungsleitstelle der Feuerwehr über die Notrufnummer 112 alarmieren.

Entwarnung ist laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes wohl erst wieder ab Freitag zu erwarten. Dann kommt es in ganz Bayern zu Niederschlägen und die Gefahrenstufe kann wieder gesenkt werden.


Unternehmen aus unserer Region

Die neuesten Artikel

Die Redaktion empfiehlt


Aktuelle Jobangebote aus der Region
Tegernseerstimme

Tegernseerstimme