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Der Landkreis Miesbach hat den Schwellenwert (7-Tage-Inzidenz über 50) überschritten.

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Bundesländer verschärfen Einreiseregeln - Wie man am Tegernsee darüber denkt

Vorsicht vor dem Viren-Münchner?

Von Redaktion

München gilt derzeit als einer der Corona-Hotspots. Einige Bundesländer haben reagiert und lassen Münchner nur noch unter schweren Bedingungen einreisen – wenn überhaupt. Wäre das auch eine Option für das Tegernseer Tal?

In Teilen Deutschlands sind Münchner derzeit unerwünscht und dürfen nur unter schweren Bedingungen einreisen. Eine Option fürs Tegernseer Tal?

Seit Tagen schießt die Infektionsrate in der bayerischen Landeshauptstadt München in die Höhe. Andere Bundesländer haben Konsequenzen gezogen und klare Regeln für die Einreise und Übernachtungen in Hotels aufgestellt.

So gilt beispielsweise im Nachbar-Bundesland Baden-Württemberg: „Es ist untersagt, in Beherbergungsbetrieben Gäste zu beherbergen, die sich in einem Land-, Stadtkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten oder darin ihren Wohnsitz haben, in dem der Schwellenwert von 50 neu gemeldeten Sars-CoV-2-Fällen pro 100.000 Einwohner in den vorangehenden sieben Tagen überschritten wurde.“

Besonders streng sind die Regeln in Mecklenburg-Vorpommern. Hier sind Münchner gar nicht erwünscht und dürfen aktuell nicht einreisen. In Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein droht eine 14-tägige Quarantäne. In Bayern hingegen gibt es derzeit keine Reisebeschränkungen für Münchner.

Zahlen im Landkreis Miesbach derzeit stabil

Doch wäre das überhaupt eine Option? Gerade mit Blick auf den Landkreis Miesbach und den bei Münchnern beliebten Ausflugszielen wie Schliersee oder das Tegernseer Tal. „Wir sind nicht der klassische ‚Übernachtungs-Landkreis’ für Münchner. Zu uns kommen eher die Tagesausflügler“, erklärt Sophie Stadler, Pressesprecherin des Landratsamts.

Das Landratsamt Miesbach gehe davon aus, dass die Hygiene-Konzepte in den Gastronomie-Betrieben und Freizeitanlagen stehen und halten. „Es gibt keinen Anhaltspunkt, dass hier ein großer Verbesserungsbedarf besteht. Kontrollen finden normal statt“, so die Sprecherin. Sollten die Corona-Zahlen über den Signalwert (35 pro 100.000 in sieben Tagen) steigen, müssen jedoch Maßnahmen zur Eindämmung geplant werden. Stadler betont:

Obwohl wir diesen Wert derzeit bei weitem nicht erreichen, verfolgen wir die Geschehnisse und auch die Eindämmungsmaßnahmen in den umliegenden Regionen sehr genau und werden uns bei Bedarf daran orientieren.

Dass es strengere Regeln für Touristen aus München geben soll, hält auch Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn nicht für sinnvoll. Zwar gibt er zu, dass die Anzahl der Tagestouristen über die Sommermonate in der subjektiven Wahrnehmung höher als in den vorherigen Jahren war. Allerdings gelten die strengen Reiseregeln für Münchner in den anderen Bundesländern in erster Linie für Übernachtungsgäste.

Einhaltung der Hygienevorschriften wichtiger denn je

Hierbei müsse laut Hagn grundsätzlich unterschieden werden: „Wir haben bei uns in der Hauptsache Tagesgäste aus München.“ Bei Reisebeschränkungen für Münchner stellt sich für den Bürgermeister zudem die Frage: „Wie mit all den Pendlern und Besuchern, die aus dem Umland nach München fahren, umgehen? Geeignete Maßnahmen müssen daher gezielt vor Ort getroffen werden.“

Genau das hat Hagns Parteifreund und Ministerpräsident Markus Söder bei der Pressekonferenz am Donnerstag bekannt gegeben. So gilt unter anderem ab sofort eine Maskenpflicht an bestimmten Orten in der Münchner Innenstadt. Das Alkoholverkaufs- und -konsumverbot an „Hotspots“ am Wochenende bleibt bestehen. Zudem wurde die erlaubte Personenanzahl sowohl bei privaten Feiern als auch im öffentlichen Raum in München gesenkt. Wie berichtet, wurden die Maßnahmen im Landkreis Miesbach bisher nicht verschärft.

Tegernsees Bürgermeister Hagn betont abschließend: „Es steht für mich außer Frage, dass die Umsetzung und Einhaltung der Hygienevorschriften durch jeden Einzelnen von uns wichtiger denn je sind.“ Den Landkreis Miesbach vor bestimmten Tagestouristen abzuschotten, macht für die Behörden keinen Sinn.


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