Gmunderin soll 130.000 Euro veruntreut haben

„Ich gestehe nichts ein”

Über mehrere Jahre hinweg soll eine ehemalige Mitarbeiterin der Sparkassenfiliale in Waakirchen Geld von Kundenkonten gestohlen haben. Die Gmunderin muss sich vor Gericht verantworten. Doch sie gibt auch am zweiten Verhandlungstag nichts zu.

Eine Gmunderin muss sich derzeit in Miesbach vor Gericht verantworten. Sie soll 130.000 Euro veruntreut haben. / Archivbild

130.000 Euro – diese beachtliche Summe soll eine Mitarbeiterin aus dem Tegernseer Tal während ihrer Tätigkeit in der Sparkassenfiliale in Waakirchen veruntreut haben. Die 51-jährige Gmunderin muss sich nun vor dem Miesbacher Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Walter Leitner verantworten. Der Vorwurf: Von Juli 2013 bis 2016 soll sie insgesamt 259-mal Geld von Konten vier verschiedener Sparkassen-Kunden abgehoben und auf ihr eigenes oder das von Familienangehörigen eingezahlt haben.

Über 15 Jahre arbeitete die Gmunderin in der Filiale in Waakirchen bis sie 2016 fristlos gekündigt wurde. Sie war in erster Linie für Kassenaufgaben und die Kontokarten-Verwaltung zuständig. Der erste Verhandlungstag war Ende Juni angesetzt. Gestern nun fand der zweite Verhandlungstag statt, das berichtet der Merkur. Die Zeugin selbst äußerte sich zu den Vorwürfen.

Dritter Verhandlungstag nötig

„Ich gestehe nichts ein. Ich habe immer gemacht, was der Kunde wollte“, soll sie vor dem Richter erklärt haben. Die Ermittlungen haben die Angeklagte stark belastet. Sie befinde sich in einer psychischen Ausnahmesituation. Vor allem als die Kripo ihr Haus durchsuchte, habe ihr das stark zugesetzt. Das bestätigte auch ein ehemaliger Kriminalhauptkommissar, der als Zeuge geladen war.

Ein 81-jähriger Miesbacher sagte ebenfalls am gestrigen Verhandlungstag aus, heißt es in der Zeitung. Er behauptete, dass einige Unterschriften nicht von ihm stammten. Dass Geld fehlte, sei ihm erst später aufgefallen, als er ein Auto anschaffen wollte. Auch die Nichte, die den Mann bei seinen Bankgeschäften unterstütze, erklärte, dass große Mengen an Geld gefehlt haben.

Noch ist kein Urteil gefallen. Es wurde ein dritter Verhandlungstag angesetzt.


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