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Wie wählt die Jugend im Landkreis?

“Wähl wos’d wuist – wos’d wuist wählst”

Von Simon Haslauer

Wahlen sind ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Demokratie. Das weiß auch der Bayerische Jugendring. Deshalb wird zu den Kommunalwahlen 2020 eine U18-Wahl ausgerichtet. Doch wie funktioniert die?

Wählen ohne Bürokratie? Da ist bestimmt so mancher Ü18 Wähler neidisch.

“Wähl wos’d wuist – wos’d wuist wählst”. Mit dieser Devise startet der Kreisjugendring Miesbach seinen eigenen “Wahlkampf”. Am 15. März stehen nämlich Kommunalwahlen an und nach Meinung des KJR findet eine Mehrheit der Bevölkerung kaum Beachtung in der Politik. Kinder und Jugendliche.

Deswegen dürfen alle Jugendliche unter 18 Jahren am Freitag, 6. März auch mal ihre Stimme abgeben. Sogar über die Website des Kreisjugendrings ist die Stimmabgabe dieses Jahr möglich.

Demokratie in Kleinstform

Wählen darf man in Deutschland ab 18 Jahren. Doof gelaufen, wenn man jünger ist und bereits eine politische Meinung hat, aber halt noch nicht wahlberechtigt ist. “U18 funktioniert als Sprachrohr, um die Interessen der jungen Menschen ins Bewusstsein und in den Vordergrund zu stellen. Damit sollen die Interessen der jungen Menschen in der Politik besser vertreten werden”, heißt es auf der Website des Bayerischen Jugendrings.

Man versucht junge Menschen langsam und ohne viel Bürokratie an die Politik heranzuführen. Deshalb verzichtet U18 bewusst auch auf viele Pflichtelemente wie verbindliche Wahllisten, Wahleinladungen oder die Abgabe der Erststimme. Mitmachen dürfen alle unter 18 Jahre in Deutschland. Dabei ist der Status, Geschlecht, Religion oder Schuhgröße egal.

Und wie funktioniert die Wahl jetzt?

Der Kreisjugendring hat insgesamt vier Jugenzentren zu Wahllokalen umfunktioniert. Das Jugendzentrum Jute in Hausham, das JUZ in Holzkirchen, das PlanetX in Tegernsee und natürlich das FUKK in Miesbach. Hier ist jeder und jede Interessierte herzlich eingeladen, seine Stimme abzugeben. Doch das ist nicht alles.

Dieses Jahr feiern die U18-Wahlen eine Premiere. Simon Orlando, stellvertretender Vorstand des KJR, hat eine eigene Wahlwebsite erstellt. Sie soll einen einfachen Wahlzettel darstellen und auch in Schulen zum Einsatz kommen, erklärt er in einem Gespräch mit dem Münchner Merkur.

Die Auszählung der Wahlkarten soll daraufhin möglichst öffentlich und durch junge Wähler geschehen. Die Ergebnisse werden online eingegeben und können bald darauf auf der Website der U18-Wahlen bewundert werden. Hier finden sich auch allerlei Informationen zu den Öffnungszeiten der Wahllokale oder dem Ablauf der Wahl.

 


 

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