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Gisela Hölscher von den Freien Wählern geht ungewöhliche Wege

Wahlkampfendspurt mit Bier und Schokolade

Von Christopher Horn

Seit 2008 sitzt Gisela Hölscher für die Freien Wähler im Gemeinderat. Da sie die wichtigen Themen des Landkreises auch auf Landesebene vertreten will, kandidiert sie nun für den Bayerischen Landtag.

Statt Kugelschreiber zu verteilen, verschenkt sie selbst gebrautes Bier und Schokolade an die Bürger.

Gisela Hölscher will für die Freien Wähler in den Landtag. Dafür setzt sie auf originelle Wahlkampfmethoden
Gisela Hölscher will für die Freien Wähler in den Landtag. Dafür setzt sie auf originelle Wahlkampfmethoden.

Hölscher ist 48 Jahre alt, verheiratet, Mutter von drei Kindern und arbeitet im Controlling bei der Lufthansa am Münchner Flughafen. Doch sie hat derzeit noch einen weiteren Fulltime-Job.

Sie will für die Freien Wähler in den Bayerischen Landtag und ist schon seit einer ganzen Weile auf Stimmenfang. „Ich habe selbst 30.000 Flyer im Tegernseer Tal und Umgebung verteilt. So wollte ich mit den Menschen in Kontakt kommen“, erzählt Hölscher.

Bekannter werden

Die Gemeinderätin aus Waakirchen will so auch außerhalb ihrer Gemeinde bekannt werden, sich vernetzen, auf die Probleme, die auch im Landkreis Miesbach bestehen, aufmerksam machen. Familien mit Kindern müssen stärker unterstützt werden, dem Lehrermangel an den Schulen muss ein Ende gesetzt werden. Das sind nur zwei der großen Ziele, die Hölscher hat. Dazu fordert sie eine intensivere Seniorenbetreuung und eine bessere Bezahlung für die Pfleger, die diese Arbeit machen.

Große Möglichkeiten, auch tatsächlich in den Landtag einziehen zu können, rechnet sich Hölscher bei allem Engagement derweil nicht aus. Sie steht auf Platz 41 der Oberbayern-Liste der Freien Wähler. Realistisch gesehen hat sie also fast keine Chance. Trotzdem gibt sie alles, bezahlt den Wahlkampf aus eigener Tasche und hat vier Wochen Urlaub für das Verteilen der Flyer genommen.

Das alleine wäre aber noch nichts Besonderes. Auch die Kandidaten anderer Parteien stecken ihr ganzes Herzblut in die heiße Wahlkampfphase. Dabei verteilen sie an Infoständen Geschenke wie Kugelschreiber oder Stoffbeutel in den Farben ihrer jeweiligen Parteien.

Bier und Schokolade

Genau das kam für Gisela Hölscher jedoch nicht infrage. Sie wartete nicht mit Kugelschreibern auf, sondern sie wollte etwas Besonderes auf Lager haben. Und so kamen ihr zwei durchaus originelle Ideen. Zum einem sprach sie den jungen Waakirchner Braumeister Markus Hoppe, zum anderen den ebenfalls in Waakirchen lebenden Pralinier Andreas Eybel an.

Das Resultat waren zwei ungewöhnliche Wahlkampfgeschenke: ein Bier für den Landtagswahlkampf wurde gebraut, eine besonders feine Schokolade hergestellt und beides mit dem Hinweis auf die Liste der Freien Wähler, dem Namen Gisela Hölscher und ihrem Listenplatz versehen.

Statt auf Kugelschreiber setzt Gisela Hölscher auf Schokolade als Wahlkampfgeschenk
Statt auf Kugelschreiber setzt Gisela Hölscher auf Schokolade als Wahlkampfgeschenk / Bild: Gisela Hölscher

Durch den Genuss des Bieres oder der Schokolade will Hölscher dem Wähler einen Anreiz bieten, seine Stimme am Sonntag für sie und die Freien Wähler abzugeben.

Ich wollte etwas Originelles und Nachhaltiges machen. Mich etwas von den anderen Bewerbern abheben.

Alle würden immer von Heimatverbundenheit sprechen, ihre Wahlkampfpräsente aber im Ausland unter fragwürdigen Bedingungen produzieren lassen. „Ich will hier ein Zeichen setzen“, so Hölscher.

Von ihren Parteifreunden hat sie dafür viel positives Feedback bekommen „Ich finde das eine super Sache“, betont der Tegernseer Stadtrat Andreas Obermüller. Ob auch die Wähler das so sehen, wird sich am kommenden Sonntag zeigen. Denn die Wahrheit liegt bekanntlich in der Wahlurne.

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