Unterwegs mit dem Jäger Michael Herrmann

Waidmannsheil am Wallberg

Einst ein Privileg des Adels – hat sich die Jagd heutzutage zu einem beliebten Hobby entwickelt. Gut 350.000 Menschen besitzen in Deutschland einen Jagdschein. Auch am Tegernsee gibt es einige Jagdgebiete. Die TS hat den leidenschaftlichen Jäger Michael Herrmann in sein Revier begleitet.

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Dem gebürtigen Bad Heilbrunner Michael Herrmann wurde die Jagdleidenschaft in die Wiege gelegt. Bereits in Kindheitstagen durfte er seinen ebenso jagdbegeisterten Vater und Jagdpächter regelmäßig in die Natur begleiten. Im Altern von 14 Jahren machte Herrmann dann auch selbst seinen Jagdschein. Seine schulischen Leistungen hätten es ihm allerdings nicht gedankt, wie er augenzwinkernd hinzufügt.

Besonders das Gebiet an den steilen Hängen des Wallbergs hat es dem Jäger angetan, der hauptberuflich als Geschäftsleiter für die Gemeinde Bad Wiessee arbeitet. Hermann jagt vor allem Rotwild, aber auch Gamswild und etwas Rehwild. Das erlegte Tier müsse er dann zunächst mühsam ins Tal ziehen, erklärt er.

Anschließend kümmert sich der leidenschaftliche Jäger um die Weiterverarbeitung. Das Fleisch wird küchenfertig entbeint, pariert, vakuumiert und etikettiert und ist am Ende über die Internetseite Herrmanns zu beziehen.

Der Spaß am Jagen

Natürlich sei es auch eine Aufgabe der Jäger, den Bestand auf kranke und schwache Tiere zu überprüfen und diese, wenn nötig, von ihrem Leid zu erlösen. Wichtig sei Herrmann aber der offene und ehrliche Umgang der jagenden Zunft mit der Öffentlichkeit. Er sagt:

Ich jage zu allererst einmal, weil es mir Spaß macht.

Aus seiner Sicht könne man mit Ehrlichkeit am besten der öffentlichen Kritik an diesem vermeintlich anachronistischen Hobby entgegentreten. Im Vergleich zum Fischen wird das Jagen von Tierschützern häufig kritisiert.Insbesondere auf die „Vermenschlichung“ von Tieren in Filmen führt Herrmann die Kritik zurück. Ein sprechendes Bambi mit großen Rehaugen sei nunmal niedlicher als ein glitschiger Fisch aus dem See.

Dennoch lässt sich Herrmann die Freude an der Natur und dem Umgang mit Tieren nicht nehmen. Wenn es die Zeit erlaube, würde er täglich mit seiner Hündin losziehen, so der Jäger. Dass er in neun von zehn sogenannten “Ansitzen” mit leeren Händen nach Hause käme, mache ihm nichts aus.”Es ist auch einfach schön in der Natur zu sein und die Ruhe zu genießen”, lacht Hermann.

 

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