Kreuth

Waldfest-Shuttle auch für 2018 geplant

Von Maxi Hartberger

Sowohl beim Fußballer als auch beim Skiclubler Waldfest in Kreuth wurden in diesem Jahr erstmals wieder Shuttle-Busse angeboten. Und der Service scheint sich bewährt zu haben.

Gegen Drei Uhr war heuer Schluss in der Bar: Nach der Sperrstunde konnten Besucher mit dem Shuttle-Bus nach Hause fahren.

Ein Schild warnt Autofahrer von Österreich kommend bereits vor Personen auf der Fahrbahn: Gerade nach den Kreuther Waldfesten gingen nachts viele Besucher – teilweise stark alkoholisiert – auf der Bundesstraße Richtung Rottach. Der Grund: Taxi-Mangel.

Im vergangenen Jahr gab es sogar Gerüchte, dass sich Taxi-Fahrer weigern, Besucher direkt am Kreuther Waldfest abzuholen – aus Angst, einen der betrunkenen Fußgänger zu überfahren. Denn gerade auf dem Nachhausweg zeigt der Alkoholpegel oft beträchtliche Auswirkungen. Die einen schwanken in Schlangenlinien auf der Straße, andere wiederum demolierten Zäune und Schilder – es gibt jedes Jahr etliche Beschwerden.

Sperrstunde und Shuttle-Busse

Die Gemeinde entschloss sich daher für eine Sperrstunde, gegen drei Uhr war Schluss an der Bar. Außerdem wurden in diesem Jahr erstmals wieder Shuttle-Busse eingesetzt. Direkt vom Waldfestplatz fuhr der Bus einmal um den See und hielt an allen wichtigen Haltepunkten.

Zunächst war Bürgermeister Josef Bierschneider skeptisch und befürchtete einen reinen Party-Shuttle: „Es hätte ja sein können, dass alle Besucher, die in dem Bus sitzen, hauptsächlich in Rottach aussteigen, um dort noch weiter zu feiern. Aber das hat sich gut aufgeteilt, viele Leute sind wirklich nach Hause gefahren“, erklärte er im Gemeinderat.

Bus fuhr öfter als geplant

Dass der Shuttle so gut angenommen wurde, habe Bierschneider nicht gedacht. „Eigentlich sollte der Bus nur zu bestimmten Uhrzeiten fahren, aber nach dem so viele Besucher mitfahren wollten, ist der Bus einfach immer rotiert.“ Und auch die Sperrstunde habe sich bewährt:

In diesem Jahr gab es kaum Vandalismus. Wir sind auch den Vereinen sehr dankbar, dass sie sich an die Sperrstunde gehalten haben.

Auch der von den Vereinen finanzierte Security-Dienst und die verstärkte Präsenz der Polizei zeigte Wirkung: Nachdem im vergangenen Jahr ein damals 18-Jähriger auf einem Kreuther Waldfest brutal verprügelt wurde, gab es heuer keinen Vorfall.

Der Shuttle-Bus kostete insgesamt 800 Euro pro Nacht – und der Service soll auch 2018 angeboten werden. Der Gemeinderat hat die Finanzierung für vier Waldfest-Abende vergangene Woche bewilligt, also wieder für den FC Real Kreuth und den Skiclub. An den Trachten-Waldfesten am Sonntag fährt kein Shuttlebus, da geht es für gewöhnlich etwas beschaulicher zu.


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