Trotz Schnee und Nebel - Bergwacht sucht im Bereich der Halserspitz
Münchner verirren sich in Kreuther Bergen

von Peter Posztos

Im Bereich der Halserspitz hat sich gestern am späten Nachmittag ein Pärchen verirrt. Die beiden ortsunkundigen Wanderer waren im Aufstieg und wussten am Wildalm-Sattel nicht mehr weiter. Ohne Handy hätte das laut Bergwacht böse ausgehen können.

Ein Hubschrauber vom militärischen Such- und Rettungsdienst (SAR Landsberg) war gestern im Bereich der Kreuther Berge im Einsatz / Bild Bergwacht Rottach-Egern
Ein Hubschrauber vom militärischen Such- und Rettungsdienst (SAR Landsberg) war gestern im Bereich der Kreuther Berge im Einsatz / Bild Bergwacht Rottach-Egern

Die beiden Münchner sind verwirrt, aufgrund des dichten Nebels ist kaum was zu sehen, und es ist kalt auf 1.450 Meter Höhe. Der Wildalm-Sattel im Bereich der Halserspitz liegt vor ihnen, doch wie geht es weiter? Und wohin wollen sie überhaupt? Die 28- und 32-Jährigen sind nicht ortskundig und vor allem nicht bergerfahren. Bei knapp über Null Grad ist es patschnass, der Regen verwandelt sich langsam in Schnee. Nun hilft nur noch das Handy.

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Dabei haben die beiden völlig Erschöpften Glück, dass sie überhaupt Empfang haben. Kurz nach ihrem Notruf um 16 Uhr sind die Bergretter aus Rottach-Egern unterwegs. Unterstützt werden sie von ihren Kollegen aus Achenkirch. Denn keiner weiß, wo genau sich das verirrte Pärchen befindet. Ein Hubschrauber der Luftrettung bringt die Männer von Kreuther Seite bis auf 1.100 Meter Höhe hinauf. Ab da ist der Nebel zu dicht. Die Einsatzkräfte müssen zu Fuss weiter.

“Wer weiß wie das ausgegangen wär”

Wie Rainer Motzet von der Rottacher Bergwacht erklärt, sei das Wetter im Gebirge am Samstagnachmittag äußerst schlecht gewesen. Auch für die Bergwacht keine einfache Sache. Für die beiden durchnässten und bereits stark frierenden Wanderer, die laut Motzet ein wenig blauäugig unterwegs waren, dagegen eine zu große Herausforderung.

Alles war patschnass und kalt, wenn die beiden kein Handy gehabt hätten, dann hätten sie die Nacht draußen verbringen dürfen. Wer weiß wie das sonst ausgegangen wäre.

So habe man die Wanderer nach rund zwei Stunden Suche im Bereich des Wildalm-Sattel gefunden und zu Fuss nach unten ins Tal begleitet. Die Kollegen aus Achenkirch wurden kurz darauf verständigt und konnten die grenzüberschreitende Suche auf österreichischer Seite abbrechen. Laut Motzet war der Einsatz nach sieben Stunden gegen 23 Uhr beendet.

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