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Sportmediziner klären in Bad Wiessee auf

Wann ist Sport Mord, wann Medizin?

Sport ist Mord, „no sports“, wurde einst dem britischen Premier Winston Churchill in den Mund gelegt. Oder war das Zitat nur eine Erfindung deutscher Sportmuffel? Einen Aufschluss wollen Sportmediziner am kommenden Wochenende im Medical Park liefern. Und wer sportlich auf Zack ist, bekommt für den Event als Leser eine Freikarte.

Wann ist Sport – wie hier beim Tegernseelauf 2016 – Mord, und wann Medizin? Darüber informieren Sportmediziner am Wochenende im Medical Park. / Archivbild

Wir wollen nicht unerwähnt lassen: Churchill wurde immerhin 91 Jahre alt und hat in jungen Jahren sehr wohl Sport getrieben. Das Reiten liebte er besonders. Dass Sport in richtigen Dosen verabreicht für Kraft, Ausdauer, Leistungsfähigkeit, Entspannung, Selbstbewusstsein, eine bessere Figur und Lebensqualität sowie Geselligkeit sorgt, ist erwiesen.

Doch welches Risiko birgt Sport im höheren Alter, bei Übergewicht, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Auch im Hochleistungsbereich ist Sport mit eventuellen Risiken verbunden. Individuelle sportmedizinische Untersuchungen und Trainingsempfehlungen sind daher präventiv oft unumgänglich. Wenngleich auch dies nicht vor einem plötzlichen Herztod schützt.

Plötzlicher Herztod betrifft vor allem Amateursportler

Bricht ein Profifußballer auf dem Spielfeld zusammen und stirbt, sorgt das zwar für große mediale Aufmerksamkeit, doch solche Fälle seien weder häufig, noch für den plötzlichen Herztod typisch, sagte jüngst ein Kardiologe des Herzzentrums Zürich.

Unsere Daten zeigen, dass der plötzliche Herztod beim Sport fast ausschließlich ambitionierte Freizeitsportler betrifft. In unserem deutschlandweiten Register sind nur vier professionelle Athleten betroffen.

Notfallmediziner haben herausgefunden, dass sich die allermeisten Fälle von plötzlichem Herzstillstand bei Sportlern aus dem Nichts heraus ereignen. Bei mehr als drei Viertel würden sich keine strukturellen Herzerkrankungen oder anderen Veränderungen aufspüren lassen, die zuvor bei einer kardiologischen Untersuchung hätten auffallen müssen.

Sport trotz Rhythmusstörungen?

Dennoch gewinnt der Sport als Heilmittel eine stetig wachsende Bedeutung. „Immer aktivere Patienten stellen uns spezifische Fragen über Art und Ausmaß empfehlenswerter sportlicher Aktivität“, heißt es in der Einladung zum „6. Deutschen Forum Sportkardiologie“, das am 20. und 21. Juli im Medical Park von Bad Wiessee stattfindet. In diesem Jahr sollen wieder auf der Basis von Fallvorstellungen Chancen und Risiken sportlicher Betätigung bei verschiedenen kardiologischen Erkrankungen besprochen werden.

Thema werden dabei beispielsweise die Deutungen unterschiedlicher Arten von Herzrhythmusstörungen sein. Eine Fragestellung ist: Extremberglauf mit oder ohne Rhythmusstörung? Eine weitere behandelt die Vorbereitungen auf einen Halbmarathon. Hier dürften sich die Teilnehmer des alljährlichen Tegernsee-Laufs angesprochen fühlen. Laut Programm des Forums steht auch die Erkennung von Herzmuskelerkrankungen bei Erwachsenen und jugendlichen Sportlern im Mittelpunkt.

Wer sich bereits im Vorfeld etwas sportlich betätigen will, sollte schnell in die Tasten hauen: Die ersten zehn Leser, die sich unter info@tegernseerstimme.de melden, bekommen eine Freikarte für die Veranstaltung.


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