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Warum der Triathlon ausfallen musste

Von Simon Haslauer

Am Sonntag machte das Wetter dem ein oder anderen Veranstalter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Der Tegernsee-Triathlon musste komplett abgesagt werden. Aber warum eigentlich?

Finstere Wolken über dem Tegernsee am Sonntag – der Triathlon musste abgesagt werden /Quelle: Lukas Saak

Letzten Sonntag sollte eigentlich der Tegernseer Triathlon stattfinden, doch das Wetter spielte nicht mit. Am Tag der Veranstaltung, kurz nach 8:00 Uhr, fiel die Entscheidung. Das Event wird nicht stattfinden. Organisator Peter Targatsch entschied dies im Rahmen eines “Krisentreffens” gemeinsam mit den Einsatzleitern von Polizei, Wasserwacht, medizinischer Versorgung und dem bayerischen Triathlonverband. Die Entscheidung sei dann nach Absprache und auf Empfehlung der Einsatzleiter vom Veranstalter getroffen worden. Targatsch betont:

Wir sind uns sicher, ihr hättet im Hinblick auf eure und die Gesundheit aller anderen Teilnehmer und Helfer nicht anders entschieden.

Dabei hat man sich die Entscheidung in keinem Fall leicht gemacht. Man habe zunächst verschiedene Optionen in Betracht gezogen. Zunächst wollte man den Start um zwei Stunden verlegen und auf besseres Wetter hoffen. Möglich wäre auch gewesen nur das Schwimmen zu streichen und einen “Duathlon” zu veranstalten.

“Da allerdings eine relativ sichere Prognose des DWD vorlag, dass durch die eintreffende Kaltfront ab 12 bis 14 Uhr unwetterartige Gewitter und Starkregen zu erwarten sind, war es nach Meinung aller Anwesenden nicht zu verantworten, die Veranstaltung als Duathlon durchzuführen oder zu verschieben”, erklärt der Organisator. Auch wäre bei der doch teilweise anspruchsvollen Radstrecke, mit schnellen Abfahrten und Richtungswechseln, die Sturzgefahr enorm hoch und die Auskühlung der Sportler nicht zu unterschätzen gewesen. Teilnehmer und Zuschauer wurden also noch vor Ort über den Ausfall informiert.

Kein Ersatztermin für Triathlon

Zunächst war unklar, ob es einen Ersatztermin für den Triathlon gibt. Targatsch klärt jetzt auf: “Ein Ersatztermin für eine solche Art von Veranstaltung ist leider nicht möglich, da die Planungen teilweise 9 Monate vor der eigentlichen Veranstaltung beginnen. Es müssen diverse Abstimmungen mit Firmen und Organisationen wie mit der BOB, RVO, Polizei, dem Triathlonverband, dem Landratsamt und BRK/Wasserwachten getroffen werden. Ebenso werden für eine solche Veranstaltung rund 250 Helfer benötigt, die natürlich kurzfristig nicht verfügbar sind.

Versichert sei man für einen solchen Fall übrigens nicht gewesen. Targatsch dazu: “Leider sind diese Arten von Versicherungen sehr teuer, und für eine solche Art von Veranstaltung eher unüblich. So etwas wird eher z.B. bei Ski-Weltcup-Veranstaltungen abgeschlossen, wo Millionenbeträge abgesichert werden müssen.” Eine solche Versicherung würde auch die Startgelder enorm erhöhen, das stehe in keiner Relation zu der doch sehr geringen Häufigkeit solcher Absagen. “Wir haben im Nachgang auch viel Zuspruch erhalten, dass es die absolut richtige Entscheidung war, die Veranstaltung abzusagen bzw. den Start nicht durchzuführen”, betont der Organisator abschließend.


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