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Drei Fernseh-Drehs in vier Monaten

Warum Filmteams Warngau lieben

Von Anita Westphal

Warngau ist überall; in den „Weißblauen Geschichten“, den „Rosenheim-Cops, beim „Alten“ oder auch in „München 7“. Das letzte Filmteam in diesem Jahr ist im Oktober abgezogen. Doch was macht die kleine Gemeinde im Oberland für´s Fernsehen so attraktiv?

v.l.n.r.: Markus Ritter (Thomas Unger), Paula Mentz (Jeanne Tremsal) und Franz Haber (Andreas Schwaiger) beim Filmdreh in Warngau
v.l.n.r.: Markus Ritter (Thomas Unger), Paula Mentz (Jeanne Tremsal) und Franz Haber (Andreas Schwaiger) beim Filmdreh in Warngau. / Quelle: Bavaria Film

Bürgermeister Klaus Thurnhuber weiß das natürlich genau. „Weil wir der Mittelpunkt des Landkreises sind,“ flachst er, wohl wissend, dass jeder Bürgermeister von den Schönheiten seiner Gemeinde genauso schwärmen würde. Interessanterweise sehen das aber die Filmteams ähnlich. Sie sind begeistert von der typische Landschaft, dem bäuerlichen Baustil, und der räumlichen Nähe von Rathaus, Wirtshaus und Kirche im Ortszentrum.

Arne Brückner, Motivaufnahmeleiter der Bavaria Fernsehproduktion GmbH, war im Oktober nicht das erste Mal in Warngau. Szenen der Rosenheim-Cops entstanden hier, vor zwei Jahren schon einmal eine Folge der „Weißblauen Geschichten“. Einige Drehbuchautoren bekamen schon Vorgaben, die genau auf diese Gegebenheiten am Ort zugeschnitten waren. Die neuen jetzt gedrehten Folgen tragen die Arbeitstitel „Der Weihnachtsengel“ und „Die Halbschwester“. Der Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest.

Pizza aus der Kulisse

Diesen Herbst war es „die Kombination Pizzeria, Notariat und Gastwirtschaft in Sichtweite“, berichtet Brückner. Daraus entstand die witzige Situation, dass der umgebaute Dorfladen tatsächlich für einen Pizza-Backstube gehalten wurde. Einigen Passanten erschien das so echt, dass sie ziemlich hartnäckig nach ihrem Italo-Snack verlangten.

Nicht ganz so idyllisch weißblau wollte es die Fimcrew von „München 7“. Sie drehten unter anderem im Wertstoffhof, am Turm auf dem Taubenberg und eine kurze Szene im Ortszentrum. „Da steigt eine Frau aus einem Auto aus“, erinnert sich Ruben Hanne, der damals für die Akzente Film- und Fernsehproduktions GmbH aus Unterföhring gearbeitet hat.

Eine Leiche und ein Kommissar

„Der Tote im Acker“ wird die Folge des „Alten“ heißen, in denen am Oberwarngauer Kindergarten und gegenüber des Gasthofs Zur Post gedreht wurde. Die Anregung, hier in der Gegend zu drehen, kam in diesem Fall aus den Reihen der Filmcrew. Szenenbildner Albert Jupe beispielsweise ist aus Bayrischzell. Aber auch andere stammen aus dem Münchner Umland „und kennen die schönen Flecken“.

Für Stefan Kistler von der Neuen Münchner Fernsehproduktion spricht Einiges für Warngau. Neben der schönen Landschaft zählt der Kostenfaktor, die Nähe zur Landeshauptstadt und die verkehrsgünstige Lage. Zu einem Dreh reisen allein 26 Leute vom Team an, plus Schauspieler und Komparsen: „Wie vermeiden es, uns einzumieten“, sagt Kistler. Von Warngau aus kann man eben noch problemlos nach München pendeln.

Alle Verantwortlichen loben die freundliche, kooperative Art im Warngauer Rathaus und bei den Anwohnern. „Das könnte ja auch nerven, wenn da ständig Leute vom Film rumwuseln“, so Kistler. Und Brückner schwärmt:

Wir sind unglaublich nett aufgenommen worden.

Das ist wohl vor allem der Verdienst von Anneliese Burgmayr, der Frau im Bürgermeister-Vorzimmer. Bei ihr hatten die Teams im Vorfeld die Drehorte oder auch einmal eine kurzzeitige Straßensperre angefragt. Manchmal waren die Menschen vom Film einen Tag, da, manchmal eine Woche lang. „Ich habe mich halt immer wieder mal erkundigt, ob die Leute etwas brauchen“, sagt Burgmayr.

Das scheint nicht so selbstverständlich. Arne Brückner jedenfalls ist begeistert von der professionellen Organisation: „Das lief jedes Mal so reibungslos wie ein Studiodreh.“ Damit bekommt man zumindest eine Ahnung, warum Filmteams Warngau lieben.

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