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Fraunhofer Institut Valley

Was machen die da eigentlich?

Von Maximilian Liegl

Die Fraunhofer Gesellschaft ist der größte Forschungsdienstleister in Europa. Eines der wichtigsten Institute der Gruppe ist das IBP in Valley. Am 23. und 24. Juni stellen die Wissenschaftler Teile ihrer Forschung in China vor. Doch an was wird in Valley eigentlich geforscht?

In Valley befindet sich die größte Niederdruckkammer der Welt
In Valley befindet sich die größte Niederdruckkammer der Welt.

Mit rund 23.000 Mitarbeitern zählt die Fraunhofer Gesellschaft, die beispielsweise das MP3-Format erfunden hat, zu den größten Forschungs- und Entwicklungsdienstleistern in Europa. In den rund 80 Einrichtungen die sich nach Fachrichtung gliedern, wird ein jährliches Forschungsvolumen von zirka zwei Milliarden Euro bearbeitet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften.

Eine der zahlreichen Einrichtungen der Fraunhofer Gruppe ist das Institut für Bauphysik in Valley. Dessen Wissenschaftler stellen am 23. und 24. Juni Teile ihrer Forschung auf der BAUChina in Peking vor. „Wir möchten den asiatischen Kunden Qualität und Nachhaltigkeit beim Bau näher bringen“, erklärt der Zuständige für Unternehmenskommunikation Janis Eitner.

Mit im Gepäck haben die Valleyer den so genannte Klimabrunnen. Der sieht zunächst einmal aus wie eine „Wasserwand“ und ist eine umweltfreundliche High-Tech Klimaanlage: Heizen, kühlen, be- und entfeuchten – und das wesentlich schneller und effizienter als herkömmliche Anlagen.

Intelligente Klimaanlagen

Seit 1952 sind die Wissenschaftler in Valley aktiv. Forschungsschwerpunkt ist die Bauphysik. Dabei geht es vor allem um umweltfreundliche Technologien und Baustoffe, die die Energieeffizienz steigern. Ein großer Bereich ist daher auch die Raumklimatik.

Geforscht wird unter anderem an einer intelligenten Klimaanlage, die dort kühlt, wo sich die Menschen befinden, anstatt alle Räume dauerhaft und gleichzeitig zu belüften. Hierzu habe es bereits Versuche in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Tegernsee gegeben. Getestet wurden beispielsweise Fenster, die sich dann öffnen, wenn ein bestimmter CO2-Gehalt in der Luft gemessen wird.

Doch nicht nur die Klimatisierung und effiziente Belüftung von Gebäuden steht auf der Agenda. Für ein deutsches Automobilunternehmen, dessen Name nicht genannt werden darf, entwickeln die Wissenschaftler neue Klimatisierungstechnologien für Elektroautos.

Luftfahrt von morgen

Ein weiterer Forschungsbereich ist die Luftfahrt. Hier beteiligen sich die Wissenschaftler aus Valley am Clean Sky Projekt der EU. Ziel ist die Luftfahrt von morgen: „Und die wird weniger Energie verbrauchen, ist leiser und umweltfreundlicher.“ Aus diesem Grund werden leichtere Stoffe für die Flugzeugkonstruktionen entwickelt.

Dabei verfügt das Institut in Valley über die größte Niederdruckkammer der Welt. „Darin befindet sich der Rumpf eines Airbus A310. Aber der eines A380 hätte auch reingepasst“, sagt Eitner. Das ermöglicht ein breites Spektrum an Versuchen für die Luftfahrt. Und wie ist das Feeling in so einer Einrichtung? „Hier sind alle mit Leib und Seele bei der Wissenschaft.“

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