Nicht-öffentliche Sondersitzung in Wiessee
Was passiert mit dem Badepark?

von Nicole Kleim

Ein kühles Bad nehmen und anschließend auf der Liegewiese etwas Sonne tanken. Gehört dieser Genuss im Wiesseer Badepark bald der Vergangenheit an? Heute Abend soll es eine nicht-öffentliche Sondersitzung geben.

Die Rutsche muss weichen. Die Außenbecken dürfen bleiben. Auf dem Gelände des Wiesseer Badeparks beginnen ab Herbst die Bauarbeiten für das neue Badehaus. Geschätzte Kosten: 3,8 Millionen. Geschätzte Bauzeit: neun bis zwölf Monate.

Schon im Juli sollen die Bauarbeiten für das geplante Badehaus in Bad Wiessee starten. Das Gebäude soll zwischen Wilheminastraße und Breitenbach wegen des Gefälles auf Stelzen entstehen. Die Gemeinde beschleunigt das Tempo, denn der Badebetrieb soll möglichst ohne lange Unterbrechungen weitergehen. Im Frühjahr nächsten Jahres soll Eröffnung auf 1.200 Quadratmetern Geschossfläche gefeiert werden.

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Ohne Liegewiese bald uninteressant?

Andreas Schmid, Betriebsleiter des Wiesseer Badeparks, befürchtet eine enorme Attraktivitätseinbuße, wenn nicht mehr ausreichend Liegewiesen für die Badegäste vorhanden sind. „Auf den betonierten Außenflächen haben maximal 100 Leute Platz“, sagt Schmid. Im Winter würden die Gäste dadurch nicht beeinträchtigt, wohl aber im Sommer.

In einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gemeinderates steht die Zukunft des Badeparks heute auf der Tagesordnung. Architekten, Bäderplaner und Bauamt diskutieren über Umfang und Kosten der Verschönerungs- und Renovierungsmaßnahmen des bestehenden Gebäudes.

Erhalt des Badeparks steht fest

Auch der Abriss des Badeparks wurde heiß diskutiert. Die unzureichende Wärmedämmung des Gebäudes sorgte jährlich für ein Defizit von 800.000 Euro. Eine energetische Sanierung kam für Bürgermeister Peter Höß nicht in Frage. Rund zehn Millionen Euro hätten investiert werden müssen. Über 1.100 Unterschriften brachte eine private Bürgernitiative zum Erhalt des Wiesseer Badeparks im Februar letzten Jahres zusammen.

Ein Erhalt steht nun fest. Auch über die Zukunft des Bistros wird laut Schmid in der heutigen Sitzung diskutiert. Hintergrund ist, dass am 1. Mai 2016 der Pachtvertrag mit dem jetzigen Wirt ausläuft.Lärmbeeinträchtigungen durch die Baumaßnahmen befürchtet Schmid nicht.

Das Gebäude steht auf Säulen und hat keinen Keller, der mit Baggern ausgehoben werden müsste. Und der Innenausbau stört unsere Gäste nicht.

Zwei separate Projekte mit zwei Eingängen unter einer Regie. Was die Gäste künftig erwarten wird, ist im Baunebel noch nicht erkennbar. Vielleicht ergeben sich nach der heutigen nicht-öffentlichen Sitzung genauer Pläne, für das einzige Schwimmbad im Tegernseer Tal.

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