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Was tun, wenn Wasserleitungen einfrieren?

Von Nicole Kleim

Es ist eiskalt am Tegernsee. Das Thermometer zeigte heute teilweise Temperaturen unter minus 20 Grad an. Die Kälte lässt das Wasser in den Leitungen gefrieren und im schlimmsten Fall platzen. Und dann?

Damit die Leitungen bei Minusgraden nicht einfrieren, sollte man ein paar Dinge beachten

Temperaturen unter 10 Grad sind ein Dilemma für nahezu jede mit Wasser gefüllte Leitung. Gefriert das Wasser darin, dehnt es sich aus und bringt das Rohr zum Platzen. Oft ist der Schaden erst viele Tage später sichtbar, wenn das Eis wieder auftaut. Erste Anzeichen für ein Leck oder einen kleinen Rohrbruch sind ein geringer Wasserdruck oder eine kalte Heizung. Betroffen sind oft Wohnungen, die längere Zeit nicht bewohnt sind.

In diesem Fall wird empfohlen, vor Verlassen des Gebäudes den Haupthahn zu schließen und sämtliche Leitungen zu entleeren. Diese Maßnahme könnte allerdings alte Leitungen schädigen und/oder verunreinigen. Deshalb ist es ratsam, diese vor Inbetriebnahme vollständig durchzuspülen, damit die Trinkwasserqualität erhalten bleibt. Wer beispielsweise seine Heizungsanlage nicht komplett entleeren möchte, kann diese auch mit ausreichend Frostschutz füllen. Salz ist ebenfalls als Frostschutzmittel geeignet.

Bislang keine Rohrbrüche am Tegernsee

Grundsätzlich sollte man dafür Sorge tragen, dass die eigenen Räume ausreichend geheizt sind. Friert die Leitung dennoch einmal ein, helfen heißes Wasser, heiße Tücher oder ein Heizlüfter, die Leitungen aufzutauen. Aber Hände weg von Kerzen, Gasbrennern, Lötlampen oder Infrarotstrahlern. Die können nicht nur die Leitung zum Platzen bringen, sondern auch einen Brand verursachen.

Ein Leck in der Wasserleitung kostet etwa zwischen 2.500 und 5.000 Euro, wie Peter Vielreicher von der Allianz Versicherung in Tegernsee mitteilt. Je nachdem, wie zugänglich die Bruchstelle sei. Die Wohngebäudeversicherung beziehungsweise Hausratversicherung des Geschädigten kommt aber für solche Frostschäden auf. Übernommen werden laut Vielreicher die Kosten für die Reparatur der Rohrbruchstelle oder den Einbau eines neuen Rohres. Am Tegernsee wisse er aktuell keinen Fall, der eine eingefrorene Leitung habe. Dies könne man aber auch erst feststellen, wenn die Außentemperaturen wieder ansteigen.

Temperaturen unter minus 20 Grad zeigte das Thermometer heute an. Foto: M. Calsow

Die Wohngebäudeversicherung ist in der Regel Sache des Hauseigentümers. Sie kommt für alle Schäden an Leitungsrohren, Heizkörpern, Tapeten, Fliesen und verklebten Teppichen auf – kurz für Schäden an allen Gegenständen, die fest mit dem Gebäude verbundenen sind. Eine Hausratversicherung sollte jeder Mieter und auch jeder Eigentümer einer selbst bewohnten Immobilie haben. Sie ersetzt den beschädigten Hausrat, also sämtliche Einrichtungsgegenstände wie Möbel, Fernseher oder Stereoanlage, aber auch Kleidung und Bücher. Und so verhalten Sie sich im Falle eines Rohrbruchs:

• Leitungswasser absperren und genaue Stelle des Rohrbruchs orten
• Strom in den betroffenen Räumen abschalten
• Handwerker anrufen
• Versicherung benachrichtigen
• Fotografieren
• Notizen machen / genauen Ablauf aufschreiben
• beschädigte Objekte zunächst aufbewahren


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