Wasserrohrbruch durch zu schweren LKW

von Christopher Horn

Im Freihauswinkel in Bad Wiessee häufen sich die Zwischenfälle. Erst Ende Juni brach ein Lkw ein und blieb in der Straße stecken. Vor wenigen Tagen kam es dann zu einem Wasserrohrbruch an derselben Stelle. Wieder hatte ein Lastwagenfahrer die dortige Gewichtsbegrenzung von 6 Tonnen missachtet.

Der Schaden konnte zwar schnell wieder behoben werden, die Gemeinde will nun aber handeln.

Am vergangenen Donnerstag kam es im Freihauswinkel in Bad Wiessee zu einem Wasserrohrbruch
Am vergangenen Donnerstag kam es im Freihauswinkel in Bad Wiessee zu einem Wasserrohrbruch. Bild: Andreas Wagner

„Heute Mittag ist ein Heizöl-Lkw trotz der Sechs-Tonnen-Begrenzung in die Straße gefahren und hat durch sein zu hohes Gewicht einen Wasserrohrbruch verursacht“, so lautet die Nachricht eines Anwohners, die uns am 28. August erreichte. Kurze Zeit später war dann der Wiesseer Wassermeister Markus Reckermann vor Ort, um das auslaufende Wasser zu stoppen. Nachdem man das Rohr repariert hatte, nahmen die Verantwortlichen im Wiesseer Rathaus Kontakt mit dem Garmischer Heizöllieferanten auf, um die genau Ursache zu klären.

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Zehn Tonnen über dem erlaubten Gewicht

Dabei konnten auch letzte Zweifel beseitigt und der Schaden eindeutig mit dem zu schweren Lastwagen in Verbindung gebracht werden. „Da der 16 Tonnen schwere Öllaster die dort geltende Sechs-Tonnen-Begrenzung missachtet hat, ist es zum Bruch des Rohres gekommen“, bestätigte uns der Geschäftsleiter Michael Herrmann gestern. Große Schäden hat das auslaufende Wasser unterdessen nicht verursacht. Auch die Häuser der Anwohner waren nicht betroffen. Aus diesem Grund will die Gemeinde auch keine Regressansprüche stellen. Nichtsdestotrotz machte Hermann klar:

Das Schild steht nicht zum Spaß da. Die Lastwagenfahrer sollten sich daran halten.

Aus diesen Grund habe man mit der Garmischer Firma nun vereinbart, dass sie die Gemeinde im Vorfeld der nächsten Öllieferung um Erlaubnis fragt, bevor sie in das Gebiet um den Freihauswinkel einfährt, so Herrmann weiter. Erst wenn die Verantwortlichen im Rathaus grünes Licht geben, wird die Zufahrt gestattet.

Leitungen werden überprüft

Die Gemeinde reagiert damit auch auf Vorfälle in der Vergangenheit. Erst Ende Juli war ein Lastwagen aus Irschenberg an derselben Stelle steckengeblieben. Auch hier wurde die Sechs-Tonnen-Begrenzung missachtet, was dazu führte, dass die Straße nachgab. Aufgrund der Erfahrungen in den letzten Monaten will die Gemeinde nun auch die Stabilität der Leitungen im Freihauswinkel prüfen. „Ich denke, wir werden die doch schon in die Jahre gekommenen Leitungen erneuern müssen.“ Geologisch bleibe die Umgebung als Sumpfgebiet allerdings immer problematisch, betonte der Geschäftsleiter.

Hier steckte der Lkw fest.
Schon Ende Juli blieb ein zu schwerer Lkw im Freihauswinkel stecken/ Bild: Andy Wagner

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