Tegernseer Geschäftsleute teilweise außen vor
Weihnachtlicher Schlossmarkt als Ersatz für Rockweihnacht

von Peter Posztos

Die Alternative zur seit 2010 nicht mehr stattfindenden Rockweihnacht in der Rosenstraße steht: ein weihnachtlicher Schlossmarkt soll es werden. Auf Initiative von Georg Köstler von der DLRG und der TTT ist die Planung in den letzten Wochen immer konkreter geworden. Und auch das Brauhaus und die Kirche sind einverstanden, so die Informationen aus der letzten Stadtratsitzung.

“Das ist eine sehr gute Nachricht und eine schöne Veranstaltung, die wir am 3. und 4. Advent ausrichten können”, sagt Peter Janssen.

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Zwischen Kirche und Schlossgaststätte soll der Weihnachtsmarkt heuer zum ersten Mal über die Bühne gehen. Als Termine sind der 16. bis 18. Dezember sowie der 21. bis 23. Dezember angedacht. Am Freitag ist der Markt jeweils von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags von 14 bis 20 Uhr. Ein eigens eingerichtetes Bootsshuttle soll Gäste von den Weihnachtsmärkten in Bad Wiessee und Rottach-Egern nach Tegernsee befördern. Oder anders herum.

Angeboten werden ausschließlich regionale Produkte, wie Peter Rie von der TTT erklärt. Für Rie ist der Weihnachtsmarkt nur ein weiterer Schritt in Richtung talweites Gesamtkonzept. “Wir arbeiten an Ideen, wie man die Weihnachtsmärkte aufeinander abstimmen und damit besser vermarkten kann.” Näheres kann und will der Tourismusmanager noch nicht bekanntgegeben. “Erst Ende Mai werden wir uns zu den Plänen äußern können.”

Hans Staudacher, der Geschäftsleiter der Stadt Tegernsee, freut sich auf den Markt. Und vor allem über das rege regionale Interesse an den 18 Ständen, die vom Bauhof gestellt werden. Erste Gespräche habe es bereits im Februar gegeben, so Staudacher. Und mittlerweile ist klar, dass auch die Tegernseer Vereine mitmachen. “Wer aber was und vor allem wann macht, ist derzeit noch offen.”

Kritik auch an der Platzwahl

Die regionale Ausrichtung – es sollen auch Geschäfte aus anderen Gemeinden ihre Produkte anbieten können – wurde allerdings auch kontrovers diskutiert. Andrea Köstler von der FWG wies darauf hin, dass sich schon einige Gewerbetreibende aus Tegernsee bei ihr gemeldet hätten. “Die sind nicht sehr glücklich darüber, dass sie gar nicht gefragt wurden, ob sie mitmachen wollen.”

Und auch die Platzwahl sorgt für Misstöne. So ist für Maria Heiß, der Vorsitzenden der Gewerbetreibenden in Tegernsee, der geplante Ort am See schlicht schlecht gewählt. “Da unten zieht es. Und wenn die Gäste einmal über den Markt gewandert sind, werden sie sich auf ins Bräustüberl machen. Doch das kann eigentlich nicht der Sinn der Sache sein.”

Ein Weihnachtsmarkt müsse, so Heiß, die lokale Geschäftswelt mit einbinden. Aus dem Grund habe man früher den jährlichen Markt in der Rosenstraße veranstaltet. “Vor dem Schloss macht das für die Gewerbetreibenden, die hier auch Fremdenverkehrsabgabe zahlen, aber einfach keinen Sinn.”

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