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Schneeschmelze "pünktlich" vor Heilig Abend

Matschige Weihnacht voraus!

Von Nicole Kleim

Vor zwei Tagen glitzerte er noch – der Schnee rund um den Tegernsee. Doch dann kam das Weihnachtstauwetter, samt Regen und der großen Schneespüle. Wird`s also wieder nix mit weißen Weihnachten?

Nur noch wenig Schnee ist in Gmund übrig.

Seit 24 Stunden regnet es im Tegernseer Tal. Bei Temperaturen von rund 3 Grad hat die Schneeschmelze eingesetzt. Das von vielen befürchtete Weihnachtstauwetter setzt dem Schnee dabei mächtig zu. In Richtung Gmund ist das mehr zu sehen, in Richtung Kreuth derzeit noch weniger. Aber auch dort dürfte der Schnee weiter schmelzen, wie der TS-Wetterfrosch Hans Wildermuth aus Schaftlach erklärt:

Der erwartete Niederschlag am Donnerstag ist in Lagen bis 1100 Meter als Regen gefallen und hat dort erwartungsgemäß der Schneedecke zugesetzt. In den Bergen darüber ist Neuschnee gefallen. Heute, am Freitag, wird weiterer Niederschlag erwartet bei einer Schneefallgrenze, die zwischen 1000 und 1300 Meter schwankt. Darunter gibt es Tauwetter, darüber Neuschnee, wobei sich die Menge in Grenzen hält.

Ab Samstag soll es dann trocken bleiben. Dort, wo sich die Schneedecke hält, gibt es dann auch weiße Weihnachten. Dies dürfte laut Wildermuth hauptsächlich am unmittelbaren Alpenrand der Fall sein. In den Bereich ab Warngau und nördlich davon, dürfte wenig Schnee übrig bleiben.

Ab Heiligabend setzt dann Hochdruckeinfluss ein. Der äußert sich in teils sonnigem und mildem Wetter in den Bergen und häufig Nebel und Hochnebel in den Tälern und im Vorland bei wenig über Null Grad.

Da die ruhende Luftmasse sehr feucht ist, wird es in den Lagen unter 1000 Metern wohl neblig trüb bleiben, sollte doch die Sonne rauskommen, hat man dort Glück gehabt.

Am Montag setzt in der Höhe eine Südströmung ein mit leichter Föhntendenz, dabei könnte der Hochnebel nach Norden zurückgetrieben werden. Doch bereits zum Ende des 2. Weihnachtsfeiertages endet die Hochdrucklage und das Oberland kommt in den Einflußbereich atlantischer Störungen, wobei es im weiteren Verlauf auch wieder kälter werden soll. Dann dürfte es auch wieder neuen Schnee bis ins Vorland geben.

Ursprünglicher Artikel vom 22. Dezember mit der Überschrift: Weiße Weihnacht gerettet?
In vier Tagen ist Heiligabend. Leuchtende Kinderaugen warten auf das Christkind, der Tannenbaum ist geschmückt und im Ofen bruzzelt der Bratapfel. Nahezu perfekt, wenn dann noch der Schnee leise rieselt. Aber bleibt der Schnee liegen oder setzt das Tauwetter ein? Der Schaftlacher Wetterfrosch Hans Wildermuth prognostiziert:

Generell steht einer weißen Weihnacht nichts mehr im Wege, denn, nach Definition muß an einem der Feiertage einschließlich Heiligabend eine geschlossene Schneedecke vorhanden sein, schneien muß es hingegen nicht.

Die vorhandene Schneedecke werde vorerst noch an Dicke gewinnen, dann aber durch vorübergehend auftretenden Regen etwas verschwinden. Vom Tauwetter betroffen sei jedoch größtenteils das Gebiet nördlich von Warngau, weniger das Tal.

„Angriff“ von milden Luftmassen

Heute sind leichte Schneefälle zu erwarten. Doch dann folgt ein „Angriff“ von milden Luftmassen auf die am Alpenrand lagernde Kaltluft, wie Wildermuth sagt. Er fügt hinzu: „Diese kommen aus dem Norden, was ungewöhnlich ist“. Dennoch habe es die milde Nordseeluft nicht leicht, die schwerere Kaltluft wegzuräumen, die sich nach Süden an den Alpen staut.

Es taut zwar ein wenig, nichtsdestotrotz bleibt es an Weihnachten weiß. / Archivbild Neureuth-Kapelle

Morgen erfolgt ein weiterer Anlauf der milden Luftmasse. Dieses Mal geht der auftretende Schneefall unterhalb von 700 bis 900 Metern in Regen über. Am Freitag setzt sich dies fort. Zwar steige die Schneefallgrenze noch etwas an, so Wildermuth, aber in welchem Bereich sie liegenbleiben wird, sei noch unsicher.

Die Weichen für weiße Weihnachten sind gestellt

Sicher aber ist, daß es in höheren Lagen schneit, etwa ab 1.200 Metern. Dort ist mit genug Schnee zu rechnen, so der Schaftlacher Wetterfrosch. Die Weichen für weiße Weihnachten sind also gestellt. Je mehr Schnee bis zum 23. Dezember gefallen ist, desto eher hält sich die Schneedecke bis Weihnachten.

Am Samstag kommt wieder etwas kühlere Luft zu uns, die ein weiteres Ansteigen der Schneefallgrenze verhindert, wobei es zunächst noch bewölkt bleibt. Die Tagestemperatur liegt bei wenigen Grad über Null. Im Laufe des Tages kann es sogar auflockern. An Heiligabend und den beiden Feiertagen beruhigt sich das Wetter – und wir gelangen unter Hochdruckeinfluss. Tagsüber bleibt es also mild mit Temperaturen um die fünf Grad Celsius mit teilweise sonnigen Abschnitten. Das bedeutet nur geringes Tauwetter.

In den Wintersportgebieten schadet das der ohnehin üppigen Schneedecke nicht. Im Vorland könne sich allerdings Nebel bilden, so Wildermuth. Dieser halte sich ganztägig, sodass man wenig von der Sonne hat. Erst nach den Feiertagen könne sich nach einer kurzen, föhnigen Phase eine westliche Strömung mit Wind, Regen und im weiteren Verlauf kühlerem Wetter durchsetzen.


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