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Welche Corona-Schnelltests gibt es und was ist zu beachten?

Von Extern

Wenn der Küchentisch zum Mini-Labor wird: Corona-Schnelltests für zu Hause sind schnell und einfach in der Handhabung. Mit ihnen lässt sich erkennen, ob man ansteckend ist – vorausgesetzt, man wendet den Test korrekt an. Wir zeigen, wie die Tests funktionieren, wie man sie anwendet und was man bei einem positiven Ergebnis machen soll.

Was ist ein Corona-Schnelltest?

Corona-Schnelltests werden in Drogerien und im Internet, wie beispielsweise auf Healthsystems24.com angeboten. Es geht bei den Schnelltests darum, Virusmaterial von SARS-CoV-2 nachzuweisen. Allerdings reagiert der Schnelltest nicht – wie der PCR-Test auf das Erbgut – sondern auf Virusbestandteile.

Antigentests gelten deshalb nicht als ganz so zuverlässig wie PCR-Tests. Sie sind nur dafür geeignet, bei Personen eine hohe Viruslast zu erkennen. Die Antigen-Schnelltests funktionieren ähnlich wie ein Schwangerschaftstest: Die Probe auf dem Wattestäbchen wird mit Lösungsmitteln gemischt und auf ein kleines Kästchen aufgetragen. Nach etwa einer Viertelstunde lässt sich das Ergebnis ablesen.

Wie funktionieren die Antigen-Selbsttests auf SARS-CoV-2?

Im Handel werden drei verschiedene Antigen-Selbsttests angeboten: Speichel- , Gurgel- und Nasentests:

Nasenabstrich
Der gängigste Test ist der Antigen-Selbsttest mit Nasenabstrich. Er wird auch als „Nasenbohrer-Test“ bezeichnet, weil die Testperson das Probenmaterial mit einer Art Wattestäbchen aus dem vorderen Bereich der Nase entnimmt. Alternativ kann bei manchen dieser Tests das Probenmaterial auch aus dem Mund – beispielsweise vom Gaumen oder von der Wangenschleimhaut – entnommen werden.

Speichel (“Spucktests“)
Auch im Speichel lässt sich das Virus nachweisen. Bei sogenannten „Spucktests“ spuckt die Testperson eine gewisse Menge Speichel in ein Röhrchen. Der Vorteil von Spucktests ist, dass sie berührungslos funktionieren.

Gurgeltest
Bei den sogenannten „Gurgeltests“ muss die Testperson für einige Zeit eine spezielle Flüssigkeit gurgeln. Die Gurgelflüssigkeit wird dann auf Virusbestandteile getestet. Diese Tests sind in Deutschland aber nicht üblich, da bisher noch kein Gurgeltest beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als Selbsttest gelistet ist.

So wendet man den Selbsttest richtig an
Ob Nasen-, Spuck- oder Gurgeltest: Achten Sie immer auf eine korrekte Anwendung und führen Sie alle Schritte in der richtigen Reihenfolge durch. Folgende Tipps helfen Ihnen bei der korrekten Durchführung:

  • Vor Testbeginn sollten Sie die Packungsbeilage des Tests aufmerksam durchlesen
  • Nehmen Sie sich Zeit: Nur so lässt sich der Test ruhig und gewissenhaft ausführen
  • Führen Sie den Test auf einer sauberen, hellen Unterlage durch, wo Sie genügend Platz für alle Utensilien haben
  • Legen Sie eine Uhr bereit
  • Waschen Sie Ihre Hände vor und nach dem Test gründlich
  • Für wen sind die Schnelltests geeignet und wie zuverlässig sind sie?

    Die Selbsttests sind so gemacht, dass die Durchführung einfach und unkompliziert ist. Trotzdem kann die Durchführung in der Praxis manchen doch überfordern. Dann ist Hilfe von anderen Personen wie den Eltern oder Betreuern gefragt. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie den Schnelltest an einer Teststation oder in einer Apotheke durchführen lassen.

    Ein Test ist zunächst immer nur so gut, wie seine Durchführung: Je genauer auf die richtige Handhabung geachtet wird, desto verlässlicher ist also das Ergebnis. Eine Restunsicherheit wird es – wie bei allen Tests – immer geben. Aber die Corona-Selbsttests liefern in kurzer Zeit ein Ergebnis, das zumindest zur Orientierung beitragen kann.

    Was ist bei einem positiven Ergebnis?

    Wenn der Selbsttest ein positives Ergebnis anzeigt, sollten Sie sich selbst isolieren und umgehend telefonisch Kontakt zu Ihrer Hausarztpraxis oder dem zuständigen Gesundheitsamt aufnehmen. Die Selbsttests können in einigen Fällen auch positiv sein, obwohl keine Corona-Infektion vorliegt. Deshalb sollten Sie zur Absicherung noch einen PCR-Test machen. Weisen Sie den Arzt oder das Gesundheitsamt auf den positiven Selbsttest hin und bitten Sie um einen Termin für einen PCR-Test auf SARS-CoV-2.
     

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