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Folge der politischen Großwetterlage?

Weniger arabische Touristen im Tal

Noch vor zwei Jahren schätzten Gäste aus den Wüstenstaaten das Oberland – vor allem den Aufenthalt am Tegernsee. Ein Grund ist wohl die gute medizinische Versorgung. Doch das scheint sich nun geändert zu haben.

Es kommen weniger arabische Touristen an den Tegernsee

Zuletzt gab Wiessees Bürgermeister Peter Höss im Gemeinderat den Hinweis, dass kaum noch arabische Gäste ins Tal kommen. Eine Nachfrage bei der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) bestätigt nun diesen Trend. „Die Statistiken von 2017 und 2018 zeigen einen Rückgang bei Gästen aus diesen Quellmärkten“, erklärt Marketingleiter Thomas Baumgartner. Man gehe aber nicht davon aus, dass sich der Rückgang negativ auf zukünftige Übernachtungszahlen auswirke.

„Von 2017 auf 2018 hatte das Tal insgesamt ein Wachstum von 2,03 Prozent bei den Übernachtungen“. Aber eben einen Rückgang von 3,5 Prozent bei den Gästen aus Saudi Arabien, Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuweit. Von den ausländischen Gästen im Tal rutschte der Anteil arabischer Touristen von 10,24 Prozent im Jahr 2017 auf nur noch 6,7 Prozent im vergangenen Jahr.

Angenehmes Klima und kein Burka-Verbot

Davor war Bayern beliebt, insbesondere der Speckgürtel um München. Bayern gilt als sicheres Reiseziel mit einem für Gäste aus den Wüstenstaaten angenehmen Klima. Außerdem gibt es in Deutschland das seit 2011 in Frankreich geltende Burka-Verbot nicht. Dies alles zieht wohl nicht mehr so, angesichts der Unruhen in Nahost und den Sanktionen der USA gegen den Iran. Damit lässt offenbar auch das Interesse der Medizin-Touristen zur Behandlung am Tegernsee nach.

Aber auch aus den USA kamen im vergangenen Jahr weniger Touristen. Von 7,4 Prozent sank ihr Anteil auf 3,9 Prozent. Dafür nächtigten 2018 mehr Gäste aus den Niederlanden, Österreich, Italien und der Schweiz am Tegernsee. Daher ist Baumgartner optimistisch, dass auch in diesem Jahr seine Statistik einen weiteren Trend nach oben zeigt, trotz weniger Gäste aus dem arabischen Raum.


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