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Wiessee macht sich attraktiver

Weniger Stellplätze = mehr Gewerbe?

Jede neue Immobilie braucht Stellplätze. Doch in Wiessee sollen nicht nur kleinere Wohnung entstehen, sondern endlich auch wieder ein Drogeriemarkt einziehen. Daher hat die Gemeinde nun die Vorgaben gelockert.

In der letzten Gemeinderatssitzung warb Bauamtsleiter Helmut Köckeis für eine neue Stellplatzsatzung, „da unsere Richtlinien in manchen Punkten nicht mehr der Realität entsprechen“. Teilweise würden für kleinere Wohneinheiten zu viele Stellplätze gefordert werden. Dies galt bisher auch für gewerbliche Nutzung, für Gaststätten und Beherbergungsbetriebe. Deren Stellplätze hätte man bereits im Bauausschuss auf den Prüfstand gestellt und sei zu folgenden Veränderungen gekommen.

Bisher, so Köckeis, „werden Reihenhäuser mit drei Stellplätzen belastet.“ Nun sollen die Wohnflächen ausschlaggebend sein. Wenn diese bei einem Einzelhaus 120 Quadratmetern nicht überschreite, reduzieren sich die Stellplätze auf zwei. Dies gelte dann bereits für das Neubauprojekt der beiden Mehrspänner „Valencia“ und „Barcelona“ an der Freihausauffahrt.

Dort hat diese Regelung schon ihren Sinn. Bei Wohnungen gilt die Mindestanzahl von 1,5 Stellplätzen. Wir wollen aber auch, dass kleinere Einheiten entstehen, für jüngere und ältere Menschen, auch als Personalwohnungen.

Künftig soll bei einer Wohnfläche bis zu 30 Quadratmetern nur noch ein Stellplatz ausgewiesen sein. Ansonsten bleibe es bei der bisherigen Regelung. Köckeis bezog die kleineren Wohneinheiten auf einen aktuellen Bauantrag Ecke Münchner- und Hirschbergstraße. Dort würden einige Wohnungen knapp über der neuen Richtschnur von 30 Quadratmetern liegen. Köckeis empfahl hier ein Auge zuzudrücken und hier die neue Stellplatzverordnung ausnahmsweise von 30 auf 35 Quadratmeter zu erhöhen. „Das würde uns nicht wehtun, aber es würde Manches einfacher machen“.

Kürzung der Stellplätze für Personal

Der Zuschlag für Büro- und Verwaltungsräume bedeute bisher, dass bei einer Bürofläche von 120 Quadratmetern drei Besucherstellplätze erforderlich seien. Für den erhofften Drogeriemarkt im Ort sei „das ist dann nicht mehr vertretbar, denn so viele Stellplätze wären gar nicht mehr nachweisbar“. Bei Gaststätten, Hotels, Pensionen und Kurheimen wurde der Zuschlag an Stellplätzen für das Personal deutlich reduziert.

Die Bemessungsgrundlage von Köckeis: Wenn ein Hotel mit 100 Zimmern entstehe, dann müssten bislang allein für das Personal 25 zusätzliche Stellplätze geschaffen werden. „Dies sei des Guten doch zu viel“, laute das Ergebnis der Diskussion im Bauausschuss. „Dies kann man auch moderater regeln“. Deswegen habe man sich nun für zehn statt 25 zusätzliche Personalstellplätze entscheiden. Wie der Bauausschuss folgte auch der Gemeinderat dem Maßnahmenpaket von Köckeis einstimmig.


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