„Wenn alle etwas Rücksicht nehmen, ist das schon die halbe Miete“

von Simon Haslauer

Woche für Woche wird es im Landkreis winterlicher. Das Rosenheimer Bauamt ist unter anderem für die Miesbacher Straßen zuständig. Für den Winter haben sie 24.000 Tonnen Salz auf Lager.

Fahrt vorsichtig, wenn die Straßen glatt sind!

Am Tag lässt sich der Winter erst erahnen, in der Nacht wird es bereits deutlich kälter. Glücklicherweise steht der Straßenwinterdienst des Staatlichen Bauamts bereits in den Startlöchern. So schreibt die Behörde in einer aktuellen Pressemeldung: „Wenn alle etwas Rücksicht nehmen, ist das schon die halbe Miete. Und dann gibt es ja immer noch uns!“

Aktuell würden, so das Bauamt, 24.000 Tonnen Salz in den Salzhallen in Rosenheim, Hausham, Ampfing, Ebersberg und Wasserburg auf ihren Einsatz warten. „Selbst bei einem überdurchschnittlichen Winter reicht die Menge der Erfahrung nach aus“, weiß Axel Reinicke, der beim Staatlichen Bauamt Rosenheim für den Straßenbetriebsdienst der Straßenmeistereien zuständig ist.

Verantwortlich für 1.300 Kilometer Straße

Über Rosenheim, Mühldorf, Miesbach und Ebersberg verteilt kümmert sich das Staatliche Bauamt um rund 1.300 Kilometer Straße. 54 Fahrzeuge und vier Straßenmeistereien sorgen in den kalten Monaten für schneefreie Straßen und Wege. In welcher Reihenfolge die Straßen geräumt und gestreut werden, hänge laut Bauamt von der Bedeutung der Straße im Verkehrsnetz ab. Aus Rosenheim heißt es:

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Überdurchschnittlich hoch belastete Bundes- und Staatsstraßen sollen stets schnee- und eisfrei bleiben. Hier sind die Räum- und Streufahrzeuge notfalls auch rund um die Uhr im Einsatz.

Das restliche Straßennetz werde von 06.00 Uhr bis 22.00 Uhr in einem befahrbaren Zustand gehalten. Die Räumfahrzeuge rücken dafür bereits um 04.00 Uhr aus. Nur gestreut werde übrigens nicht mehr. Viel mehr sei es eine Kombination aus streuen und sprühen. „Das trockene Auftausalz wird im Fahrzeug mit einer Salzlösung, der Sole, unmittelbar vor dem Ausbringen angefeuchtet“, erklärt Reinicke.

Das verringere die benötigte Salzmenge, sei wirtschaftlicher und schone zusätzlich die Umwelt. Allerdings ist das Ausbringen der Sole nur bis minus sieben Grad Celsius möglich.

Staatliches Bauamt: „Fahren Sie umsichtig“

Selbst der beste Winterdienst kann jedoch nicht alle Straßen rund um die Uhr schnee- und eisfrei halten. Deshalb appelliert das Bauamt: „Ziehen Sie rechtzeitig die Winterreifen auf, checken Sie die Profiltiefe und befreien Sie vor dem Losfahren die Scheiben immer komplett von Schnee und Eis!“ Auch der Fahrstil sollte sich den Gegebenheiten anpassen. Straßenglätte, Schneereste, Verwehungen oder eine geschlossene Schneedecke – „damit muss man im Winter bei uns einfach rechnen“, betont Reinicke.

„Deshalb fahren Sie umsichtig, planen Sie etwas mehr Zeit ein und achten Sie auf die langsamer fahrenden Räum- und Streufahrzeuge“, erklärt Reinicke und lächelt: „Wenn alle etwas Rücksicht nehmen, ist das schon die halbe Miete. Und dann gibt es ja immer noch uns!“

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