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Contra-Kommentar zum Mountainbiken am Tegernsee

Wenn Radler die Berge belagern

Biker-Überschuss im Tegernseer Tal. Wo man hinschaut, sind sie unterwegs. Auf den Straßen, auf den Bergen, in den Wäldern. Unsere Kommentatorin wünscht sich Rücksicht. Und Verantwortliche, die nicht nur zuschauen.

Biker sollten mehr Rücksicht nehmen, findet unsere Kommentatorin.

Ein Kommentar von Nina Häußinger:

Das Tal platzt diesen Sommer aus allen Nähten. Das ist kein Gefühl – nein das ist wirklich so. Auto reiht sich an Auto, Baustelle an Baustelle, Stau an Stau. Was die Leute hier alle wollen? Flüchten. Aus ihren Stadtwohnungen, den Büros und vor der Hitze.

Das ist das Eine. Viel schlimmer aber ist, dass sie mit dem Auto kommen und mit dem Mountainbike weiterfahren. Nämlich rauf auf den Berg. Dabei ist es auch ganz egal, wie hoch der ist. Der Elektro-Motor treibt viele Radler schon an.

Sie rasen …

Wenn man in diesem Sommer als Wanderer in den Bergen unterwegs ist, ist es nicht übertrieben zu sagen: Man muss Angst um sein Leben haben, denn sie sind überall. Auf dem geheimen “Wegal” von Kreuth auf eine Alm, auf dem Sommerweg zur Neureuth, auf den Pfaden Richtung Taubenberg.

Und sie sind ja nicht nur einfach da. Sie rasen. Sie rasen die Pfade – nicht Wege, nicht Forststraßen – Pfade hinab. Vorbei an Schulklassen beim Wanderausflug, vorbei an Kleinkindern, an Hunden und Rentnern mit Stöcken. Ausgang unbekannt.

Das hier ist keine Hasstirade gegen Mountainbiker. Ich setze mich auch gern mal aufs Radl und dreh eine Runde – zugegeben lieber in flachem Terrain, aber das tut nichts zur Sache. Auch die Biker sollen ihren Spaß haben und ihren Sport ausüben dürfen.

Das Problem löst sich nicht von alleine

Da wir aber im Moment – und ich sage im Moment, weil ich hoffe, dass so manch einer Vernunft walten lässt, und sich auf Kooperationen und neue Ideen einlässt – alle gemeinsam die Wege im Tal bevölkern, sollte man doch etwas mehr Rücksicht nehmen. Rücksicht auf den Schwächeren, in diesem Fall den Wanderer, speziell die Kinder, Rentner und ja auch die Hunde.

Zu hoffen bleibt abschließend nur, dass sich die Gemeinden, Politiker, Grundstückseigentümer und wer sonst noch die Macht hat was zu ändern, auf neue Ideen und Möglichkeiten einlassen, anstatt sich das Desaster einfach nur anzuschauen und zu hoffen, dass nix passiert. Weil ich glaube in einer Sache samma uns einig: von alleine löst sich dieses Problem nicht.


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