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Bayern trifft auf Asien

Wenn der rohe Fisch Servus sagt

Von Robin Schenkewitz

Bayern und Asien haben auf den ersten Blick nicht viel gemein. Umso spannender ist eine Begegnung dieser zwei recht gegensätzlichen Kulturen.

Das haben sich auch das Hotel Egerner Höfe und eine Sushi Bar aus München gedacht. Jeden letzten Donnerstag im Monat veranstalten sie ein gemeinsames Event in der Egerner Alm. Ein internationaler Treff: Vom Koch bis zu den Gästen.

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Die Sushi-Macher im bayerischen Ambiente
Die Sushi-Macher im bayerischen Ambiente

Es ist auf den ersten Blick schon eine ganz komische Mischung: Die bayerische Alm mit seinen Holzverzierungen ganz im alpenländischen Stil, und die asiatischen Köche, die im Hauptraum damit beschäftigt sind Maki, Sashimi und „inside outs“ zuzubereiten.

Gut angenommen

Entstanden ist die Idee vor zwei Jahren zufällig durch zwei gemeinsame Bekannte: Sternekoch Michael Fell und Kosta Baboulis, Besitzer der Sushi Bar. Eines Tages sei man dann auf die Idee gekommen, ein gemeinsames Event zu machen, berichtet uns Mario Koutas, der die Abende organisiert. „Es war von Anfang an ein Erfolg“, so Koutas.

Seit dem sind 21 weitere „Bavaria meets Asia“ Abende hinzugekommen. Die Veranstaltung hat sich mittlerweile schon fest im Kalender etabliert. Die knapp 60 Personen fassende Egerner Alm ist fast immer voll, erzählt der Organisator. „Fast 30 Prozent sind Stammgäste, die immer wieder kommen. Aber wenn man sich zwei Wochen vorher meldet, kriegt man eigentlich immer noch was“, verrät uns Koutas.

Das Sushiessen findet jeden letzten Donnerstag im Monat statt. “Außer im August. Da ist sozusagen Sommerpause”, weiß Koutas. Warum ausgerechnet ein geborener Grieche Sushi macht, darauf hat er natürlich auch eine Antwort parat:

Irgendwer muss es ja machen, und mein Chef hat schon vor 16 Jahren damit angefangen. Wir sind sowieso eine völlig internationale Truppe. Unsere Köche sind heute zum Beispiel aus China und Korea. Aber natürlich trotzdem im Sushi machen gut ausgebildet.

Überhaupt sagt Koutas, sei Qualität das A und O – besonders bei rohem Fisch. Man nehme keinen aus dem Großmarkt, sondern importiere die Fische selber. „Im Moment am meisten aus Griechenland“, schmunzelt er.

bavaria_meets_asia

Und auch wenn ihm das Event in der bayerischen Hütte wirklich gut gefällt, beobachtet er immer wieder, dass viele Gäste noch Laien sind im Umgang mit dem rohen Fisch. Sushi essen sei nämlich gar nicht so einfach, verrät er uns.

Der richtige Ablauf ist entscheidend

Angefangen wird immer mit dem Sashimi – dünne Scheiben roher Fisch, ohne Reis. Ein ganz großer Fehler sei immer wieder, den Fisch direkt in die Soja Soße zu tauchen. Dafür seien die Ingwer Scheiben da. „Die Scheibe in die Soße tauchen und danach über das Sushi streichen“, erklärt der Experte. Wer mag kann dann noch ein bisschen Wasabi dazu tun.

Ist man mit dem Sashimi fertig, werden erst mal ein paar der Ingwerscheiben zum Neutralisieren gegessen. „Die meisten essen den Ingwer immer zwischendurch und schmecken so gar nichts mehr von dem Fisch“, weiß Koutas. Danach kommt dann das Hosomaki (im Algenblatt) und zum Schluss die Nigiri (roher Fisch auf einem kleinen Reisbällchen) weil die am meisten satt machen.

Wer glaubt, dass sei ja doch eher nebensächlich, der liegt falsch. „Wenn man es einmal richtig beigebracht bekommen hat, schmeckt Sushi gleich ganz anders“, ist sich Koutas sicher.

Beim Sushi ist die Reihenfolge entscheidend


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