Wenn sich die Schachgroßmeister am Tegernsee treffen – Tegernseerstimme

Wenn sich die Schachgroßmeister am Tegernsee treffen

Im Oktober 2019 trafen sich insgesamt 26 Schach-Profis zur OIBM. In diesem Jahr fand die 23. Offene Internationale Bayerische Meisterschaft statt, die zumindest in Deutschland unvergleichbar ist. Dabei strömten die Titelträger des Schachs weltweit nach Deutschland und trafen sich für ihre Partien auf Gut Kaltenbrunn.

An einem Samstag im Oktober startete die OIBM in Gmund und lief ganze neun Tage lang. Bereits seit vielen Monaten ist das Event ausgebucht, was den Anklang unterstreicht. Insgesamt sind 528 Teilnehmer in der Stadt Gmund vor Ort gewesen, um ihr Können unter Beweis zu stellen.

Amateure treffen auf Profis

Nicht nur die 26 Schach-Profis waren bei diesem Event mit von der Partie, sondern auch zahlreiche Amateure, die sich unter die Weltranglistenspieler gemischt haben. Insgesamt gab es eine wahrlich beeindruckende Anzahl an Titelträgern. Ganze 116 Träger eines Schachtitels sind angereist – und zwar von allen Teilen der Erde.

Für viele Teilnehmer war allerdings kein Platz mehr, da die Warteliste von Tag zu Tag weiter zunahm. Einige Schachspieler hofften darauf, dass kurzfristig noch ein Teilnehmer absprang, damit ihr Platz eingenommen werden konnten.

Peter Rie als Turnierdirektor

Vor drei Jahren hat der jetzige Turnierdirektor, Peter Rie, das Open übernommen und brachte auch bereits 2018 ein erfolgreiches Turnier an den Start. Er ist – recht – stolz auf die Ergebnisse und den Anklang des Schach-Events. Bereits Monate im Voraus wurde das Event geplant, Zimmer für die Schachprofis gebucht, Shuttle-Services organisiert und auch die Aktivitäten für die Angehörigen sowie Abendveranstaltungen geplant. Rie selbst versteht sich als Dienstleister und arbeitet dafür, dass sich seine Gäste am Tegernsee wohlfühlen, da sie seiner Ansicht nach dadurch wiederkommen.

Beliebte Schachevents weltweit

Nicht nur das schönste Tegernseer Tal ist ein Besuch für die Schach-Elite und jeden Schach-Fan wert, sondern viele weitere Events und Locations lohnen sich. Es gibt unzählige regionale Events. Angefangen von der Internationalen Böblinger Open, der International Christmas Chessopen oder der ACO Amateurschach-WM.

Abgesehen davon sind vor allem weltweit bekannte Events spannend für die Profis. Jährlich findet beispielsweise die WCCC (Schachcomputerweltmeisterschaft) statt oder auch das Tata-Steel-Schachturnier, die Schacholympiade, das Linares International Schachturnier und viele mehr.

Erst im Oktober 2019 gewann beispielsweise Wang Hao die Grand Swiss Tournament 2019. Dieses Turnier ist international bekannt und wird vom Weltschachverband FIDE verrichtet. 154 Spieler reisten in diesem Jahr in die Schweiz. Der Schach-Weltpokal ging im Jahr 2019 dagegen an Teymur Rəcəbov, einem Schachspieler aus Aserbaidschan. Ebenfalls erst kürzlich ausgetragen wurden der Sinquefield Cup, die Dortmunder Schachtage, das Norway Chess Turnier, die Grenke Chess Classic und viele weitere Turniere und Meisterschaften.

Nicht nur die Schweiz ist eine Rundreise wert, die sich mit dem Schach-Event verbinden lässt, sondern auch Norwegen. Erstmals fand in Stavanger die Norway Chess statt. In diesem Jahr handelte es sich bereits um die siebte Auflage, erneut in Stavanger. Generell haben Besucher in diesem Ort viel zu sehen, denn es handelt sich bei Stavanger um die 4. größte Stadt in ganz Norwegen. Sie gilt als Kulturmetropole – und zwar nicht nur aufgrund des Schach-Events, sondern auch aufgrund des Hafens und der modernen und äußerst weltoffenen Kultur.

Schach-Europameister ist 2019 übrigens Wladislaw Michailowitsch Artemjew, ein junger Schachspieler, der erst 1998 geboren wurde. Er trägt aktuell (aus 2012) den Titel des Internationalen Meisters sowie (aus 2014) den Großmeister-Titel.


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