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Bad Wiessee: Beate Meister kritisiert Politikstil von ranBW

„Werde Schlammschlacht nicht mitmachen“

Von Robin Schenkewitz

Offiziell will sich Beate Meister noch nicht zu ihrem Austritt aus der Fraktion der ranBW äußern.

Doch auf ihrem Blog gewährt sie schon jetzt einen Einblick in ihre Beweggründe – und greift dort vor allem den Politikstil ihrer ehemaligen Mitstreiter an.

Morgen wollte sich der Gemeinderat mit dem Kommunalunternehmen befassen. Doch daraus wird nichts.
Vor allem der Politikstil der ranBW im Wiesseer Gemeinderat war wohl ausschlaggebend für Beate Meisters Rückzug.

Ganz direkt, zumindest so direkt es über den Umweg Blog geht, spricht Meister unter anderem ranBW-Mitglied und früheren Bürgermeisterkandidaten Rolf Neresheimer an. „Ich habe eure Schlammschlachten während der Wahl nicht mitgemacht und ich werde es auch in Zukunft nicht tun.“

Damit gewährt Meister einen Einblick in ihre Beweggründe, die vergangene Woche zu ihrem Fraktionsaustritt geführt haben. Offenbar haben die Grabenkämpfe im Wiesseer Gemeinderat nicht zu ihrem Politikstil gepasst.

Stattdessen kündigt Meister an, auch weiterhin ihrem Gewissen treu zu bleiben und künftig als Seniorenbeauftragte „Gutes zu tun“. „Da frage ich nicht nach einem Parteibuch“, wie Meister in ihrem Blog betont.

Neresheimer weist Vorwürfe zurück

Meisters ehemaliger Fraktionskollege Rolf Neresheimer weist den Vorwurf der Schlammschlacht allerdings entschieden zurück. Gerade in den letzten Wochen habe er das Gefühl gehabt, insbesondere mit Bürgermeister Peter Höß konstruktiver zusammenzuarbeiten.

Dass, von außen betrachtet, seine Ablehnung Robert Hubers als Vorstand des Kommunalunternehmens als Schlammschlacht ausgelegt werden könnte, kann Neresheimer nachvollziehen. Auch, dass dieser sich davon persönlich angegriffen gefühlt hat. Für ihn war dies jedoch nur eine klare Ansage. Und: „Sein Vorgehen war nicht in Ordnung“, findet Neresheimer auch weiterhin. Er habe mittlerweile gelernt, dass man nur mit freundlicher Haltung nichts erreiche und betont:

Viele meiner Vorschläge wurden ausgesessen. Nach der Devise: Solange er nett ist, kann man ihn ignorieren.

Meister hingegen habe diese Art und Weise ganz offensichtlich als Schlammschlacht missverstanden, mutmaßt Neresheimer. „Beate wollte immer, dass wir uns an den Händen nehmen und diskutieren“, fasst der ehemalige Bürgermeisterkandidat den bevorzugten Stil Meisters aus seiner Sicht zusammen.

Er hoffe, dass sie sich nun in ihrer neuen Rolle außerhalb der Fraktion besser einbringen könne, ohne dabei auf die restlichen Mitglieder Rücksicht nehmen zu müssen. Zweifel hegt er dennoch. „Es war immer schwierig, von Beate Vorschläge zu bekommen, die auch tatsächlich umsetzbar waren“, erinnert sich Neresheimer.

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