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Weitere Asylbewerber aus sieben Nationen eingetroffen

Weyarn greift in Fördertopf

Von Robin Schenkewitz

Seit vergangener Woche sind im ehemaligen Gasthof Pritzl in Thalham Asylbewerber untergebracht. Mehr als 20 Menschen aus sieben verschiedenen Nationen leben nun in dem 40 Seelen Dorf. Um den Bedürfnissen der Menschen schnellstmöglich nachzukommen, entnimmt Weyarn nun 3000 Euro aus seinem Sozialfonds.

Im Gästehaus nebem dem ehemaligen Gasthof Pritzl werden bis zu 30 Asylbewerber unterkommen.
Seit rund zwei Wochen sind im Gästehaus nebem dem ehemaligen Gasthof Pritzl Asylbewerber untergebracht.

In der ersten Woche kamen die ersten sieben Asylbewerber nach Thalham. Da diese vorher in Hausham untergebracht waren, sprachen sie schon ein wenig deutsch. „Einer konnte sogar perfekt deutsch. Er hat mir erzählt, dass er in Deutschland Elektrotechnik gelernt hat“, so Weyarns Bürgermeister Leonhard Wöhr in der gestrigen Sitzung des Gemeinderates.

Sieben Nationalitäten

Dies helfe nun auch bei der Integration der Neuankömmlinge, die erst seit dieser Woche in dem kleinen Ort eingetroffen sind. „Dabei hat das Landratsamt seine Zusage eingehalten, für eine gemischte Belegung zu sorgen“, erklärte Wöhr. Neu eingezogene seien ein Vater mit drei Kindern, drei Mütter mit jeweils einem Kind, sowie zwei Ehepaare und noch einige alleinstehende Männer und Frauen.

Allerdings wisse er noch nicht, ob die Kinder schulpflichtig seien. Informationen seien immer etwas schwierig zu bekommen, berichtete der Bürgermeister weiter. Schwierigkeiten gibt es auch bei der Verständigung innerhalb der internationalen Gruppe noch. „Die Menschen kommen aus Afghanistan, Irak, Somalia, Eritrea, Pakistan, Uganda und Syrien. Einige sprechen englisch, manche auch deutsch“, teilte Wöhr gestern Abend mit.

Schnelle Hilfe nötig

Am Anfang sei es noch ein wenig chaotisch. Aber der Helferkreis Asyl kümmert sich bereits um die Bedürftigen. Zunächst hätten die Flüchtlinge einige Räder bekommen. Es werden aber immer noch welche gebraucht. „Das Problem ist tatsächlich groß. Gerade die Mütter mit Kindern können nicht einfach so nach Miesbach laufen“, schilderte Betty Mehrer (SPD) das Verkehrsproblem.

Dessen sei man sich vorher jedoch bewusst gewesen, erklärte der Bürgermeister. Er habe bereits eine Anfrage gestellt, ob die Asylbewerber nicht eventuell in dem täglich pendelnden Schulbus mitfahren könnten. „Aber die Abstimmung mit anderen Stellen ist natürlich immer schwierig“, berichtete Wöhr.

Alles was die Asylbewerber ansonsten noch benötigen, stellt der Helferkreis tagesaktuell auf die Internetseite des Rathauses. Damit einige wichtige Dinge nun aber schnell besorgt werden können, schlug der Rathaus-Chef darüber hinaus vor, ein Budget von 3000 Euro aus dem durch Spenden finanzierten Sozialfonds der Gemeinde Weyarn zu entnehmen. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorschlag einstimmig zu. Über die konkrete Verwendung des Geldes entscheidet nun der Bürgermeister im Einzelfall.

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