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Nach Großeinsatz am Gymnasium Miesbach

Polizei gibt Gutachten in Auftrag

Von Sabiene Hemkes

Vor zwei Wochen klagten 16 Schüler am Gymnasium in Miesbach über plötzliche Atemnot. Einige mussten sogar im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelt. Wie ist der aktuelle Stand?

Hier lief der Großeinsatz vor knapp zwei Wochen

Vor knapp zwei Wochen mussten Einsatzkräfte am Gymnasium in Miesbach anrücken. Der Grund: 16 Schüler einer fünften Klasse mussten mit Atemnot-Erscheinungen noch in der Turnhalle medizinisch versorgt werden. Von ihnen benötigten sechs eine Weiterversorgung im Krankenhaus Agatharied.

Einen ähnlichen Vorfall gab es bereits im Dezember – laut Schulleitung bei der selben Klasse und ebenfalls in der Turnhalle. Der Vorfall soll aber vergleichsweise harmlos abgelaufen sein.

Gutachten kommt Ende der Woche

Mittlerweile ermittelt die Polizei Miesbach. Ein Sprecher erklärt auf Nachfrage, dass nun ein Baubiologisches Büro ein Gutachten erstelle. Das soll bis Ende der Woche vorliegen.

Aktuell gebe es keine Strafrechtliche Verfolgung und auch keine Hinweise auf Fremdverschulden. “Es ist ein Kuriosum”, so ein Beamter.

Ursprünglicher Artikel 17. Januar 2022 mit der Überschrift: „Wie geht es den Schülern aus Miesbach?“

Nach dem Großeinsatz der Rettungskräfte im Miesbacher Gymnasium am Donnerstagmittag hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Ein Polizeisprecher informiert über die aktuelle Situation:

16 Schüler waren von den Atemnot-Erscheinungen akut betroffen. Sechs von ihnen wurden zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Davon konnten fünf glücklicherweise bis zum Abend wieder heimgeschickt werden. Ein Schüler allerdings musste für weitere Untersuchungen in Agatharied bleiben.

Neue Erkenntnisse über die Gründe lagen am Freitag noch nicht vor. Der zuständige Beamte ergänzt: „Wir können noch keine Angaben zu der Ursache der Probleme machen. Das Landratsamt hat als zuständiger Träger der Schule Messungen in der betroffenen Sporthalle angeordnet.“ Das Landratsamt spielt aber umgehend den Ball zurück. Eine Sprecherin dazu:

Leider kann ich Ihnen in dieser Sache nicht weiterhelfen. Ihr richtiger Ansprechpartner ist die Polizei, da es sich um eine sogenannte „Polizei-Lage“ und nicht um eine „Katastrophenschutz-Lage“ handelt.“

Auch an der Schule ist wieder Ruhe eingekehrt. Das bestätigt die Leiterin des Miesbacher Gymnasiums, Claudia Reiserer am Freitag auf unsere Nachfrage. „Bei uns ist wieder alles soweit in Ordnung. Einige betroffene Schüler nehmen schon wieder am Unterricht teil.“

Außerdem habe sie bisher nur positive Rückmeldungen von den Eltern der Schüler bekommen, die den Tag vorsichtshalber noch zu Hause geblieben seien. Genauere Informationen zum Gesundheitszustand des Schülers, der die Nacht im Krankenhaus verbringen musste, hatte die Schulleiterin am Freitag nicht.

Reiserer bestätigt aber, dass sich schon einmal ein ähnlicher, aber vergleichsweise harmloser Fall, im letzten Jahr an der Schule ereignet hat. In derselben Sporthalle und es war auch die gleiche Klasse betroffen.

Ob die Fälle miteinander zusammenhängen, oder ob in der Turnhalle giftige Stoffe auf die Kinder einwirken, konnte bislang nicht geklärt werden.

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