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Wie sich die Region um den Tegernsee verändert

Von Redaktion

Wer am Tegernsee wohnt, kann sich eigentlich glücklich schätzen, denn diese Region wird als das Paradies Deutschlands beschrieben. Viele Urlauber verschlägt es in das Tegernseer Tal und auch sonst wird dieser Ort immer mehr zum Hotspot für Reisende oder Anwohner auf Zeit.

Der Tegernsee ist bei Münchnern ein beliebtes Ausflugsziel geworden und besonders seit der Corona-Pandemie das Urlaubsziel in Deutschland schlechthin. Doch für Anwohner bedeutet das Veränderung, denn dadurch werden vor allem die Immobilienpreise weiter in die Höhe getrieben. Immer mehr Prominente und Reiche machen sich diesen Ort zu ihrer Wahlheimat, kaufen Wochenendhäuschen oder Treffen sich am Tegernsee zu einem geselligen Miteinander, bei dem Geld keine Rolle spielt. Das war allerdings nicht immer so.

Geld regiert den Tegernsee

Da wo sich Prominente oder Topmanager tummeln, fließt bekanntlich auch viel Geld. Günstigen Wohnraum rund um den Tegernsee findet man heutzutage kaum noch – besonders für die Einwohner, die bereits seit Jahren in den schönen Örtchen rund um den See wohnen und diese Veränderungen miterleben ist dies ein Problem. Auch die Angebote für neuen Baugrund sind mittlerweile begrenzt, was die Immobilienpreise schließlich ebenfalls in die Höhe schießen lässt. Wer hier wohnen möchte, muss mittlerweile sehr tief in die Tasche greifen und auch die Quadratmeterpreise steigen ins Unermessliche.

Seit 2013 zieht der Neubau am Tegernsee wieder an, das Angebot wird immer knapper. Auch die Nachfrage nach Zweitwohnsitzen nimmt jedes Jahr zu, sodass Grundstücke in Bad Wiessee, Rottach-Egern oder Tegernsee teilweise bis zu 2.000 Euro pro Quadratmeter kosten, in anderen Regionen sogar noch weit darüber. Für eine Eigentumswohnung können im Tegernseer Tal hier schon mal 10.000 Euro für einen Quadratmeter fällig werden. Geplant war sogar ein neues Luxushotel, welches bislang jedoch nicht realisiert wurde.

Die Immobilie als Vorzeigeobjekt

Auch im Inneren der Wohnungen geizen die Reichen schließlich nicht mit der Einrichtung. Die Küche wird zum neuen Statussymbol und Treffpunkt und auch große oder runde Esstische, bestehend aus Massivholz oder Glas, sollen möglichst viele der wohlhabenden Gäste vereinen und sich dabei natürlich wunderbar in das Gesamtkonzept einfügen. Wohnungen werden schließlich zum Vorzeigeobjekt, welche sich ein Normalverbraucher und sogar etwas besser situierte Einwohner schlichtweg nicht leisten können. Je näher am See, desto teurer sind die Immobilien natürlich auch, doch auch in anderen Regionen sind die Preise enorm gestiegen. Mietwohnungen sind in Rottach-Egern vergleichsweise am teuersten – etwa 19 Euro soll hier der Quadratmeter kosten.

Die Region verändert sich

Da wo man früher noch jeden kannte, begegnet man in den Straßen nur noch wenigen bekannten Gesichtern. Für Ureinwohner ist das ein ungewohntes Bild, haben sie doch die Veränderungen am eigenen Leib erfahren müssen. Viele alte Häuser wurden schon verkauft, die Besitzer der Zweitwohnsitze sind nur wenige Wochen im Jahr zu Besuch. Dass junge Anwohner immer schwerer eine günstige Wohnung finden, wird hier schon lange zu einem großen Problem – wer ein Haus erbt, kann sich wirklich glücklich schätzen.

Überfremdung ist ein großes Thema am Tegernsee, was die Region schließlich stark verändert. Auch während der Corona-Pandemie hat es an der Wiesseer Seepromenade bereits einige Partys gegeben, die vollkommen eskaliert sind. Die eigentlich eher beschaulichen Örtchen am See haben sich zu schließlich einem Hotspot in Krisenzeiten entwickelt, bei dem die Menschen Auszeit und Zuflucht suchen.


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