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Wie sinnvoll sind Luftfiltergeräte in unseren Schulen?

Von Extern

Das neue Schuljahr hat begonnen und damit erhöht sich auch das Potenzial für Infektionen unter den Schülern. Doch können Luftreiniger hier für mehr Sicherheit sorgen?

Die Problematik

Beim Sprechen sondert jeder Mensch kleinste Tröpfchen ab – die sogenannten Aerosole – die anschließend in der Luft schweben. Sie gelten als Hauptüberträger verschiedener Infektionskrankheiten. Vor allem in geschlossenen Räumen können sich diese Aerosole über Stunden hinweg in der Luft halten. Klassenzimmer, in denen viele Schüler aufeinandertreffen, begünstigen daher eine Übertragung von Infektionen. Abhilfe kann hier Frischluft schaffen. Deshalb lautete die Devise in der Vergangenheit, möglichst alle 20 Minuten zu lüften. Für Lehrer und Schüler ist diese, zweifellos günstige Möglichkeit, jedoch eine Belastung. Denn das Lüften führt nicht nur zu einer Unterbrechung des Unterrichts, sondern lässt im Winter alle Anwesenden frieren.

Vorteile mobiler Luftfiltergeräte

Wie sinnvoll sind nun Luftreiniger für Bildungseinrichtungen? Grundsätzlich sind mobile Luftreiniger in der Lage, kleinste Viruspartikel aus der Luft zu filtern. Eine Studie der Universität Frankfurt hat festgestellt, dass Luftfiltergeräte bereits nach einer halben Stunde Betrieb bis zu 90 Prozent der Aerosole aus der Raumluft entfernen. Wichtig ist allerdings die richtige Positionierung des Gerätes, damit nicht der gegenteilige Effekt eintritt und Aerosole noch weiterverbreitet werden.

Das bedeutet, dass beim Aufstellen des Gerätes Vorsicht geboten ist. Außerdem ist es notwendig, dass die Anlagen mit hochwertigen Filtern ausgestattet werden und das Gerät in der Lage ist, die Raumluft 5-6 Mal in der Stunde durchzufiltern. Neben Bakterien und Viren filtern hochwertige Luftfiltergeräte auch noch andere Schadstoffe wie Allergene, Schimmelsporen, Rauch und Staub aus der Luft.

Nachteile von Luftfiltergeräten

Ein Luftfiltergerät verursacht Geräusche. Die Lautstärke könnte einen möglichen Nachteil darstellen, denn lautlose Luftreiniger gibt es nicht. Auch die Anschaffungskosten sind mit etwa 3.000 – 4.000 Euro pro Luftfiltergerät nicht gerade günstig. Dazu kommen Kosten für die Wartung, denn die Filter müssen laufend gewechselt werden. Auch muss trotz Luftreinigungsgerät nach wie vor, wenn auch seltener, gelüftet werden. Denn frischer Sauerstoff kann nur von draußen in den Raum gelangen.

Ideale Lösung

Die ideale Lösung für Schulen und andere Bildungseinrichtungen wären fest eingebaute Raumluftanlagen. Der große Vorteil dieser Anlagen ist, dass die Klassenzimmer stets mit Frischluft versorgt werden, ohne dabei auszukühlen. Schätzungen zufolge sind bundesweit jedoch nur etwa 10 % der Schulen mit festen Raumluftanlagen ausgestattet. Eine Nachrüstung ist technisch sehr aufwändig, sowie äußerst zeit- und kostenintensiv und daher unpraktikabel. Ein Konzept aus regelmäßigem Grundlüften in den Pausen sowie mobilen Luftfiltergeräten scheint daher für die meisten Schulen immer noch die beste Lösung zu sein.

Fazit

Aerosole sind kleine Tröpfchen, die beim Sprechen an die Raumluft abgegeben werden und in der Luft schweben. Sie gelten als Hauptüberträger von diversen Infektionskrankheiten. In kleinen Räumen mit vielen Menschen – wie es in einem Klassenzimmer der Fall ist – hilft es, regelmäßig zu lüften, um das Übertragungsrisiko zu minimieren. Zusätzlich können mobile Luftfiltergeräte angeschafft werden, die Aerosole und andere Schadstoffe wie Rauch, Staub, Allergene und Schimmelsporen filtern und für eine saubere, frische Raumluft sorgen.

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