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Was aus den Ideen der Jugendbürgerversammlung geworden ist

Wiessee erteilt Jugendraum Abfuhr

Von Martin

Fünf Monate ist es her, seit die Jugendbürgerversammlung in Bad Wiessee stattgefunden hat. Knapp 20 Kinder und Jugendliche äußerten dort Wünsche und Anregungen. Vor allem einen eigenen Raum hatten die Jung-Wiesseer im Blick. Einen Raum, in dem sie sich im Winter aufhalten können, ohne Aufsicht und mit allerhand technischer Ausstattung.

Doch die Gemeinde kann dieser Forderung nicht nachkommen. Unter anderem machen rechtliche Bedenken den Vorstoß unmöglich. Noch dazu gäbe es das Planet X in Tegernsee, zu dem die Jugendlichen ab November kostenlos mit dem Bus fahren können.

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Bei der Jugendbürgerversammlung am 14. Mai im Haus des Gastes

Julian (15) und Patrick (16) waren es, die im Mai im Haus des Gastes den anwesenden Erwachsenen rund um Bürgermeister Peter Höß die Frage stellten: „Wo sollen wir uns im Winter aufhalten?“ Einen eigenen Jugendraum im Ort gibt es nicht. In gleichen Atemzug erörterten die beiden, wie sie sich die Räumlichkeiten vorstellen. Ein Internetanschluss, ein PC und vielleicht noch eine Spielekonsole müssten es schon sein.

Gestalten und einrichten würden Julian und Patrick sowie weitere Jugendliche den Raum selbst. Dafür gäbe es bereits Geldgeber. Auch Flohmärkte und dergleichen könnte man veranstalten, um das nötige Kleingeld für Farbe, Sofa und weiteres zusammen zu bekommen. Einzig die Frage nach einer geeigneten Unterkunft in Bad Wiessee konnten die beiden nicht beantworten. Doch aus dem Stegreif fiel den Politikern auch kein geeigneter Platz ein.

50.000 Euro für qualifizierten Betreuer

In der Zwischenzeit hat sich allerdings herausgestellt, dass nicht die Räumlichkeiten an sich das Problem für eine Umsetzung des eigenen Jugendraums sind, sondern vielmehr die Frage nach der Aufsicht. „Leider sieht die Gemeinde nach Rücksprache und Beratung mit fachlichen Stellen aus rechtlichen Gründen keine Möglichkeit, einen Raum in dieser Form zur Verfügung zu stellen“, sagt die Jugendbeauftragte Birgit Trinkl.

Darüber hinaus wäre ein geeigneter Betreuer kostenintensiv, wie vor einigen Monaten bereits der Waakirchner Gemeinderat festgestellt hat: „Das alleine kostet uns im Jahr 50.000 Euro“, so Waakirchens Bürgermeister Josef Hartl Mitte August.

Ab sofort kostenlose Busfahrt zum Planet X

Alternativ zu einem eigenen Raum, konnten sich die zahlreichen Jugendlichen vorstellen, auch weiter nach Tegernsee ins Planet X zu fahren. Dabei ist einzig der Preis ein großes Hindernis: „Wir müssen hier den vollen Preis wie Erwachsene berappen“, so das Fazit. Doch hier wird die Gemeinde nun eine entsprechende Lösung präsentieren.

„Der Kreisjugendring Miesbach übernimmt im Monat November 2012 für alle jugendlichen Besucher des Planet X die Kosten der Busfahrten“, weiß die Jugendbeauftragte. Wie es nach diesem „Testmonat“ von Seiten des Kreisjugendrings weiter geht, steht noch nicht endgültig fest.

„Auf jeden Fall wird die Gemeinde Bad Wiessee die Kosten der Busfahrten auch über den November hinaus übernehmen“, stellt Trinkl klar. Dazu passt auch die Aussage von Wiessees Bürgermeister Höß von vor ein paar Wochen: „Wie die Pläne der anderen Gemeinden diesbezüglich aussehen, entzieht sich meiner Kenntnis. Wir werden das aber auf jeden Fall durchziehen.“

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