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Neues zu SME

Wiessee-Investoren scheitern in Davos

Die Sports Medicine Excellence Group (SME) ist mit ihrer geplanten Klinik in Davos zunächst gescheitert. Dagegen soll nächste Woche der Gemeinderat in Bad Wiessee auf den letzten Stand der Planungen gebracht werden.

Die rennsportbegeisterten Wiesseer Klinikinvestoren Florian Kamelger (links) und Andreas Bänziger / Bild: SME

Während SME-Chef Florian Kamelger auf dem Jodbad-Gelände in Bad Wiessee ein Gesundheitshotel mit 110 Zimmern und einem angegliederten medizinischen Zentrum errichten will, ist sein Projekt mit gleicher Größe in Davos gescheitert, wie Schweizer Medien gleichlautend berichten. In Davos war ein Neubau auf einer 23.000 Quadratmeter großen Teilfläche eines Areals geplant.

In dieser Klinik sollten Patienten ambulant am Bewegungsapparat operiert und im Therapie- und Regenerationszentrum bereits ab 2019 wieder auf die Beine gestellt werden. Die Rede war auch von der Schaffung von 60 bis 80 Arbeitsplätzen.

Vorerst noch keine Sportsclinic in Davos

Gegenüber der Tegernseer Stimme spricht Kamelger allerdings nicht vom Scheitern des Vorhabens. “Wir arbeiten weiterhin daran, in Davos ein solches Zentrum zu realisieren”. Dass man dieses im Ortsteil Wolfgang nicht mehr verfolge, liege an den unterschiedlichen Interessen von SME mit dem Eigentümern des restlichen Areals, “die zu weit auseinander lagen”. Außerdem seien vom Eigentümer falsche Versprechungen bezüglich der „Quartierplanung“ gemacht worden. Diese regelt Fragen der Verkehrs- und Infrastrukturanbindung.

Die SME-Teilfläche sei nun an die „Kühne Real Estate AG“ verkauft worden. “Trotzdem will SME am Standort Davos festhalten, da er für unser Konzept ideal ist”, so Orthopäde Kamelger in einer Pressemitteilung. Gespräche über einen neuen Standort seien bereits im Gang. Näheres wollte das Unternehmen mit Sitz in Rehetobel im Kanton Appenzell aber noch nicht preisgeben.

Noch keine Sportsclinic in Rehetobel

Auch dort soll ein Neubau der Marke Sportsclinic Switzerland entstehen. Doch die Dimension ist überschaubar. Statt 110 Zimmer wie in Wiessee oder Davos ist dort nur eine Klinik mit 20 Zimmern geplant. Zwar sollte laut Kamelger noch in diesem Jahr mit dem 14 Millionen Franken Bau auf gepachtetem Grund begonnen werden. Doch das Projekt stockt, wie Rehetobels „Gemeindepräsident“ Peter Bischoff auf Anfrage bestätigt.

Hier steckt das geplante Projekt der SME weiterhin im Baubewilligungsverfahren, ohne dass meines Wissens Entscheide schon terminiert sind.

Damit ist von den groß angekündigten Projekten von SME noch kein einziges realisiert. Zwar wirbt Kamelger nach eigenen Angaben damit, dass es momentan bereits Standorte in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz gebe. Doch wie von der TS berichtet, existiert davon bislang keine einzige eigene SME-Klinik. Wiessee könnte womöglich das erste vorzeigbare Projekt werden, wenn es beim angekündigten Zeitplan bleiben sollte.

Wiesseer Klinik nächste Woche im Gemeinderat

„Ich rechne damit, dass die Planeingaben Anfang Mai eingereicht werden“, erklärte Wiessees Bürgermeister Peter Höß Anfang April im Gemeinderat. Es gebe keinerlei Anlass, an der Entwicklung zu zweifeln. Er versicherte: „Die sind mit Hochdruck dabei“. Von den SME-Eingabeplänen drang allerdings vom Wiesseer Rathaus noch nichts nach draußen. Dies könnte sich nächste Woche ändern, wie Kamelger nun der Tegernseer Stimme erklärte. “Nächste Woche werden Sie bekanntermaßen in der Gemeinderatssitzung mehr erfahren”. In der Tat. Auf der Tagesordnung steht der “Neubau eines Hotels mit medizinischem Funktionsgebäude und Sanierung der Wandelhalle durch die Firma SME”.


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