Wiessee “rüstet” weiter auf

von Nadja Weber

Bad Wiessee ist die am höchsten verschuldete Talgemeinde. Immerhin steht man mit rund 30 Millionen Euro im Minus. Trotzdem schätzt der Gemeinderat den Haushalt als solide ein. Schließlich investiere man in wichtige Großprojekte. Vor allem ein besonderer Umbau im Rathaus dürfte dabei einigen Menschen helfen.

Vier Millionen Euro will die Gemeinde Bad Wiessee ins Jodschwefelbad-Areal 2016 investieren.
Vier Millionen Euro will die Gemeinde Bad Wiessee ins Jodschwefelbad-Areal 2016 investieren.

Gestern gab der Wiesseer Gemeinderat Einblick in seinen Haushalt. Der Schuldenstand im Jahr 2015 hat sich im Vergleich zum Vorjahr immerhin um zwei Millionen Euro verringert. Dennoch belaufen sich die roten Zahlen auf rund 28 Millionen Euro.

Der höchste Schuldenstand innerhalb der Talgemeinden. Doch die Gemeinderäte sind sich einig: „Das ist ein Haushalt, der solide ist“, bestätigte Florian Sareiter (CSU). Schließlich werde auch in wichtige Großprojekte investiert.

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Bauprojekte schreiten voran – Investitionen steigen

Allen voran das Jodschwefelbad, für welches die Gemeinde in diesem Jahr Investitionen von rund vier Millionen Euro plant. Dabei sprach man erst vor kurzem bei der Architekturausstellung des Südtiroler Architekten Matteo Thun über den enormen Kostendruck des Großprojekts. Der für das Jodschwelfelbad-Areal zuständige Architekt erklärte damals: “90 Prozent unseres Berufes ist Kostendezimierung und nur 10 Prozent Kreativität.“

Mehr als eine Millionen Euro sollen 2016 in den Umbau des Lindenplatzes fließen. Wie bereits heute Morgen berichtet, gehen die Planungen in die Endphase. Noch in diesem Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen. An dritter Stelle auf der Liste der finanziellen Großinvestitionen steht mit 474.000 Euro die Wasserversorgung der Gemeinde.

Rund 340.000 Euro will man in diesem Jahr in den Badepark investieren. Er soll ins Konzept des Jodbades integriert werden. Wie Wiessees Bürgermeister Peter Höß auf der Bürgerversammlung Anfang des Jahres bekannt gab, erhofft er sich auch ein neues Gästeklientel von dem „kleinen aber feinen“ Jodschwefelbad auf der Fläche des Badeparks.

Aufzug im Rathaus geplant

Diskussionen gab es vor allem beim Thema Holzfällermuseum. Das soll eigentlich am Zeiselbach errichtet werden. Die CSU stellt sich jetzt aber quer. Diese Personalkosten könne man besser nutzen, ist sich Ingrid Versen (CSU) sicher.

Erfreulich ist die geplante Ausgabe für einen Aufzug im Rathaus. So können künftig auch Menschen mit Gehbehinderung an den Sitzungen des Gemeinderates teilnehmen. Außerdem soll die Straßenbeleuchtung im gesamten Ort auf LED umgerüstet werden.

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