Gemeinde bekommt vier Gemeinderäte mehr
Wiessee wächst weiter

von Robin Schenkewitz

Erst im Jahr 2020 wird in Bad Wiessee das nächste Mal gewählt. Doch schon jetzt wirft die Wahl ihre Schatten voraus. Denn: In vier Jahren werden in Bad Wiessee wohl 20 Gemeinderäte statt wie bisher 16 gewählt werden. Grund ist Wiessees stetiges Wachstum.

Am Ratstisch könnte es 2020 eng werden, wenn vier neue Räte hinzu kommen.  / Archivbild
Am Ratstisch könnte es 2020 eng werden, wenn vier neue Räte hinzu kommen. / Archivbild

Auf der jüngsten Wiesseer Bürgerversammlung hatte Bürgermeister Peter Höß erfreuliches zu verkünden: Die Gemeinde wächst und wächst. So hatten zum 31.12.2015 insgesamt 4944 Bürger ihren Erstwohnsitz in Wiessee. Das sind 149 mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen noch 477 Personen mit Zweitwohnsitz in Bad Wiessee.

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Doch das stetige Wachstum liegt nicht an den Einheimischen. Zwar hat Höß erst vergangenen Freitag die jüngsten Gemeindebürger mit einem Tauftaler und einem T-Shirt samt Aufschrift „Ich bin ein Wiesseer“ begrüßt. Doch die Geburten allein würden die Gemeinde nicht derart wachsen lassen.

Wiessee knackt die 5.000er Marke

„Im Jahr 2014 hatten wir 32 Geburten, 2015 waren es nur 26. Allerdings hatten wir in beiden Jahren auch etwa 50 Todesfälle“, rechnet Höß vor. Das bedeutet, dass ohne den Zuzug die Einwohnerzahl von Bad Wiessee sogar rückläufig wäre.

Ganz reale Auswirkungen hat das Wachstum der Gemeinde nun auf den politischen Alltag. Denn schon bei der kommenden Wahl 2020 könnte sich die höhere Einwohnerzahl auf die Sitze im Gemeinderat auswirken:

Wenn das Wachstum so weitergeht, und davon ist auszugehen, werden in vier Jahren 20 Gemeinderäte gewählt.

Derzeit hat die Gemeinde nur 16 Volksvertreter. Der Grund für den großen Sprung ist, dass sich die Zahl der Räte in Deutschland nach der Einwohnerzahl richtet. Aktuell befindet sich Wiessee am oberen Rand der Einordnung.

Sobald die Erstwohnsitze jedoch die 5.000er Marke geknackt haben, stehen der Gemeinde vier Gemeinderäte mehr zu. Das ist nicht nur positiv für diejenigen, die auf den Wahllisten eher die hinteren Plätze bekleiden, sondern könnte unter Umständen auch die Mehrheitsverhältnisse durcheinander wirbeln.

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