LRA macht Ernst:
Wiesseer “Luxus-Chalet” soll beseitigt werden

von Simon Haslauer

Der Streit um das “Luxus-Chalet” im Wiesseer Bergwald geht in die nächste Runde. Das Miesbacher Landratsamt hat nun einen “Beseitigungsbescheid” ausgesendet. Es wird ernst. Für die Eigentümer gibt es nur noch zwei Möglichkeiten.

Rund eine Viertel Million kostete der Umbau der alten Jägerhütte.

Das “Luxus-Chalet” in Wiessee, nahe dem Weg zur Holzeralm, soll abgerissen werden. Diese Woche habe das Miesbacher Landratsamt den entsprechenden “Beseitigungsbescheid” an die Besitzer der Hütte gesendet. Das berichtet der Münchner Merkur.

Dem Besitzer, einem Herrn Schwaab, stehen jetzt zwei Möglichkeiten offen: Entweder er geht vor das Verwaltungsgericht oder reißt die rund Viertel Million Euro schwere Investition im Wiesseer Bergwald ab.

Laut den Recherchen des Merkurs habe schlussendlich die Summe der durchgeführten Baumaßnahmen dafür gesorgt, ein bauaufsichtliches Verfahren in die Wege zu leiten. Die Bauaufsicht argumentiert, dass die Maßnahmen praktisch einer Neuerrichtung des im Außenbereich liegenden Gebäudes gleichen.

Währenddessen weisen die Eigentümer der Hütte darauf hin, dass der Umbau den Behörden seit langer Zeit bekannt gewesen sei. Bereits im Januar 2021 seien Mitarbeiter der Miesbacher Bauaufsicht vor Ort gewesen, um sich ein Bild von den Baumaßnahmen zu machen. Beanstandungen habe es damals nicht gegeben. Ebenso wenig beim Bauamt in Bad Wiessee, wo man ebenso frühzeitig vorstellig geworden sei mit dem Projekt.

Wird Schwaab klagen?

Ob Schwaab jetzt vor das Verwaltungsgericht zieht, ist noch nicht bekannt. Die Verantwortlichen möchten sich nicht mehr zu dem Sachverhalt äußern, berichtet der Merkur. Fest stehe jedoch, dass die Eigentümer innerhalb eines Monats ab Zustellung des Beseitigungsbescheids ihre Klage einreichen müssen. So oder so wird der Streit um die Hütte bald ein Ende finden.


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