Wiesseer Polizeibootshaus bei Architektenwettbewerb

Das Polizeibootshaus in Bad Wiessee hatte keinen leichten Start. Seit September steht es endlich. Jetzt tritt die Architektin Claudia Schreiber damit bei der “Architektour 2020” an. Damit will sie vor allem eines zeigen.

Die Bootsgarage am Tegernsee / Quelle: Klaus Wiendl

Lange war es umstritten. Nirgends fand man einen geeigneten Platz. Zuerst sollte es schwimmend jedem Hochwasser trotzen, dann doch lieber auf festen Untergrund stehen. 470.000 Euro wollte man ausgeben. Schlussendlich kostete es fast eine Million Euro. ”Muss so der Prestigebau der Polizei sein”, kritisierten einige. Das Polizeibootshaus in Bad Wiessee schlug hohe Wellen.

Vergangenes Jahr, im September, wurde es schließlich fertiggestellt. Satte neun Jahre nachdem Joachim Herrmann den Neubau eines Bootshauses ankündigte. Damals nannte Herrmann den Neubau einen Mosaikstein “im großen Gebäude rechtsstaatlicher Sicherheit.” Einen Prestigebau sah er darin nicht.

Das Bootshaus bei der “Architektour 2020”

Bei dem Wettbewerb “Architektour” werden jährlich Bauprojekte aus ganz Bayern geehrt und bestaunt. Eine unabhängige Jury wählt die besten darunter aus. Dieses Jahr vorne mit dabei? Die “Bootsgarage” in Bad Wiessee. Claudia Schreiber, die Münchner Architektin, die für das Bootshaus zuständig war, will mit ihrer Teilnahme vor allem eines zeigen:

Es gab ja viele Diskussionen, ich finde, es ist ein interessanter Prozess zu zeigen was daraus geworden ist. So kann sich jeder selbst ein Bild davon machen.

Eine persönliche Besichtigung ist dieses Jahr aufgrund der Coronasituation jedoch nicht möglich. “Dieses Jahr ist sehr still abgelaufen. Es war ja nur digital”, bemerkt Schreiber. Als Entschädigung gibt es dafür ein fünfminütiges Video auf der Website der bayerischen Architektenkammer. Dadurch kann jeder einmal einen Blick in das so heiß diskutierte Bootshaus werfen.

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