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Investor und Betreiber sollen präsentiert werden

Wiesseer Sporthotel wird konkret

In der Wiesseer Hirschbergstraße soll die Katze aus dem Sack gelassen werden. Seit Jahren liegt das Grundstück brach. Doch am Freitag wird der Investor für ein am Tegernsee bisher einmaliges Hotelprojekt präsentiert.

So soll das Sporthotel in Bad Wiessee einmal aussehen / Grafik: Büro Erhard
So soll das Sporthotel in Bad Wiessee einmal aussehen / Grafik: Büro Erhardt

Nachdem nun – nach über zwei Jahren – offenbar alle bürokratischen und juristischen Hürden genommen sind, und nach Informationen der TS sowohl Investor wie Betreiber auserkoren sind, steht wohl dem Vier-Sterne-Sport- und Seminarhotel in der Hirschbergstraße nichts mehr im Wege. Nach Auskunft von Rainer Leidecker von der Capital-Forum AG sind Investor und Betreiber in einer Hand: „es ist eine Münchner Familie, die sich noch Hotel- und Sportkompetenz dazu einkaufen werden“.

“Bad Wiessee ist der richtige Standort”

Die künftigen Bauherren sollen mehrere Standorte geprüft haben, aber dann letztlich vom Konzept des Wiesseer Sporthotels überzeugt gewesen seien. Deren Motto sei: sportaktiv und
kostenbewußt. Leidecker: „Sie wollen ein sportorientiertes Publikum von 25 bis 70 Jahren ansprechen. Auf dem 7.000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Kinderkrankenhauses soll ein Hotel mit 85 Zimmern und 180 Betten entstehen.

Die Pläne dafür wurden vor ziemlich genau zwei Jahren präsentiert. Architekt ist der Rottacher Florian Erhardt. Zudem wolle man Unternehmen mit einer jungen Altersstruktur dafür begeistern, dort Team-Building-Maßnahmen und Seminare abzuhalten, so Hans-Peter Völmicke der Capital-Forum AG damals.
Auch Kletterwände, ein Wellnessbereich im Dachgeschoss und eine Dachterrasse sollen die sportliche Zielgruppe ansprechen, die mit dem Bike in den Bergen unterwegs ist, klettert oder Touren unternimmt. Das Restaurant wird zudem für Nichthotelgäste zugänglich sein, wie der Projektleiter betonte:

Wir denken, dass Bad Wiessee hierfür der richtige Standort ist. Hier herrscht Aufbruchstimmung. Wir haben auch bereits eine Wirtschaftlichkeitsstudie erstellen lassen, die uns das bestätigt.

Dabei lasse sich das Projekt weitestgehend im Rahmen des bereits bestehenden Bebauungsplans realisieren. Man habe hier zwar keine 1A-Lage, aber dennoch eine sehr gute Lage. Mit dem Hotel wolle man ein breites Publikum ansprechen.

Kein Almhüttencharakter

Im Wiesseer Rathaus gab es für diesen Plan bereits im September 2013 ein einstimmiges Votum. Ein solches Angebot, so hob der Gemeinderat damals hervor, sei bislang in der Region Tegernsee nicht vorhanden. „Das Gelände hat lange brach gelegen. Das erste Sporthotel im Tegernseer Tal wäre nun ein weiteres Zeichen für die in Bad Wiessee herrschende Aufbruchstimmung“, lobte Robert Huber, Fraktionssprecher der SPD, damals das Projekt, für das sich auch Herbert Stadler (CSU) begeistern konnte.

Vor allem der Wellnessbereich im Dachgeschoss sei eine gute Idee. Dass mit Florian Erhardt ein einheimischer Architekt mit der Planung betraut sei, der sich mit den lokalen Gegebenheiten auskenne, stimme ihn besonders zuversichtlich, so Stadler im September 2013. Fraktionsübergreifend zeigten sich auch die anderen Ratsmitglieder von dem geplanten Sporthotel angetan.

Der Bebauungsplan wurde im Februar vergangenen Jahres abgesegnet. Bauamtsleiter Helmut Köckeis machte dabei deutlich, dass über die Gestaltung der Fassade noch beraten werden müsse. Das Hotelgebäude werde aber ein modernes, sportliches Aussehen haben und keinen Almhüttencharakter. Wiesseer Bürger wie Gemeinderäte dürfen gespannt sein, wen die Projektplaner um Völmicke am Freitag präsentieren werden.


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