Exklusiv: Zur Zukunft des Jodbadareals
Wiessees „Blind-Date“ mit Investoren

von Christopher Horn

Auf dem Jodbadareal plant Bad Wiessee ein Hotel, eine Therme und ein Gesundheitszentrum für über 100 Millionen Euro. Seit langer Zeit ist die Gemeinde auf der Suche nach Investoren. Damit könnte es kommende Woche vorbei sein, wie die TS exklusiv erfahren hat. Im Hotel Das Tegernsee wollen sich zwei Geldgeber präsentieren.

Am Diensatg stellen Investoren ihre Pläne zur Entwicklung des Jodbadareals vor.
Am Dienstag stellen Investoren ihre Pläne zur Entwicklung des Jodbadareals vor.

„Die Verhandlungen stehen in der entscheidenden Phase“, betonte Bürgermeister Peter Höß im Dezember 2014. Von mehreren Investoren war damals die Rede. Namen wollte der Bürgermeister aber nicht nennen. Er zeigte sich allerdings zuversichtlich, bis Mitte 2015 den Sack zumachen zu können.

Höß präsentiert zwei Investoren

Und diesem Ziel ist Bad Wiessee nun offenbar einen weiteren Schritt nähergekommen. Wie die Tegernseer Stimme exklusiv erfahren hat, findet am 21. April eine Klausurtagung des Gemeiderats im Hotel „Das Tegernsee“ statt. Eine entsprechende Einladung wurde an die Gemeinderäte verschickt. Dort werden zwei Investoren die Möglichkeit haben, ihre Konzepte für das Jodbadareal vorzustellen. Dazu der Wiesseer Geschäftsleiter Michael Herrmann:

Es stimmt, der Termin findet statt. Es handelt sich um zwei Investoren, die ihr ernsthaftes Interesse bekundet haben.

Das sei der nächste logische Schritt, so Herrmann weiter. Um welche Investoren es sich handelt, wollte er indes nicht weiter konkretisieren. In Wiessee brodelt derweil die Gerüchteküche. Zuletzt wurde die Helios Kliniken Gruppe mit Sitz in Berlin immer wieder als Kandidat gehandelt.

„Das kann ich nicht bestätigen. Es handelt sich um andere Namen“, so der Wiesseer Geschäftsleiter Michael Herrmann. Auch Heiko Leske, Regionalleiter für Kommunikation der Helios Kliniken betont: „Da ist nichts dran.“

Die Gemeinderäte dürfen sich also überraschen lassen, wer ihnen am kommenden Dienstag gegenübertritt. Denn die Namen seien auch ihnen noch nicht bekannt, heißt es aus dem Umfeld des Gremiums. „Eine Klausur ist immer dazu da, außerhalb des üblichen Rahmens und ohne Druck zu reden. Die Gespräche können so wesentlich offener geführt werden“, sagte Wiessees zweiter Bürgermeister Robert Huber (SPD). Andere Gemeinderäte wollten sich auf Nachfrage der TS heute nicht äußern und verwiesen auf das Treffen am kommenden Dienstag.


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