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Das Tal bereitet sich auf die Zukunft vor

„Wir sind stolz auf unsere lange Leitung“

Von Robin Schenkewitz

Das Tal bereitet sich auf die Zukunft vor. Bei steigender Digitalisierung wird eine leistungsstarke Internetverbindung immer wichtiger. Das sahen auch die Unternehmen in einer 2013 veröffentlichen Umfrage so. Aktuell werden daher neue Glasfaserkabel entlang der BOB-Gleise angeschlossen. Sie verbinden künftig das Tal mit der Welt.

Im Rottacher Ortsteil Ellmösl werden derzeit neue Leitungen verlegt. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, wird die Infrastruktur für den Breitbandausbau gleich mit verlegt.
Im Rottacher Ortsteil Ellmösl werden derzeit neue Leitungen verlegt. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, wird die Infrastruktur für den Breitbandausbau gleich mit verlegt.

Ein Leben ohne Internet ist heutzutage kaum noch vorstellbar. Doch um das Angebot vollumfänglich nutzen zu können, ist in erster Linie ein gute Verbindung notwendig. Als Ballungsgebiet ist das Tegernseer Tal bereits gut abgedeckt.

So hat beispielsweise vodafone Kabel Deutschland eine Abdeckung von etwa 75 Prozent. Bei dem Wettbewerber Deutsche Telekom liegen die Zahlen in einem ähnlichen Bereich. Überschneidungen mit eingerechnet dürfte damit schon ein Großteil der Tal-Bürger über einen leistungsfähigen Internetanschluss verfügen.

Dennoch gibt es immer noch Gegenden, die von dem Angebot nicht profitieren können. Die größte Hürde für den Anschluss an schnelles Internet ist dabei meist der kostenintensive Tiefbau. Wer für einen Anschluss erst die Straße aufreißen muss, kommt schnell auf Investitionen im sechsstelligen Bereich.

E-Werk stellt Infrastruktur zur Verfügung

Um dieses Prozedere zu vereinfachen, verlegt das E-Werk Tegernsee bereits seit rund 15 Jahren neben ihren Strom- und Gasrohren auch zusätzliche Leerrohre, in die später Internetkabel eingebracht werden können. Diese Arbeiten werden dann verrichtet, wenn Rohre ohnehin erneuert oder neu verlegt werden müssen. Aktuell beispielsweise bei den Arbeiten im Rottacher Ortsteil Ellmösl.

E-Werk Chef Dr. Norbert Kruschwitz sieht die Sache ganz pragmatisch: „Das ist für uns keine große Sache, läuft eher nebenbei.“ Der Meter Leerrohr kostet etwa fünf Euro mehr, bei Gesamtkosten von vielen Tausend Euro. Will der Netzbetreiber später seine Kabel in den Rohren verlegen, muss er dafür an das E-Werk Abgaben zahlen. Für Anbieter wie vodafone Kabel Deutschland ist es dennoch effektiver, von der vorhandenen Infrastruktur zu profitieren, als eigene Leitungen legen zu müssen.

Reich werde man von den Abgaben nicht, stellt Kruschwitz klar. Vielmehr sieht der E-Werk Chef diese Leistung als einen Service für die Kunden. Heutzutage könne man sich nicht nur auf sein Kerngeschäft konzentrieren, sondern müsse auch weitere Dienste anbieten.

Glasfaserkabel neben Schienen verlegt

Den Internetdienst selber anzubieten, stand für das E-Werk allerdings nie zur Debatte. Gegen die großen Konkurrenten vodafone Kabel Deutschland und Telekom zu konkurrieren, hätte schlicht keinen Sinn gemacht. Daher hat man sich für eine Kooperation mit vodafone Kabel Deutschland entschieden: Das E-Werk liefert die Infrastruktur, vodafone Kabel Deutschland ist der Provider.

Das E-Werk profitiert dabei auch von seinem Zugriff auf vorhandene Glasfaserkabel der Tegernsee-Bahn. So wird aktuell eine leistungsfähige Glasfaserleitung geschaltet, die künftig von Schaftlach über Gmund nach Tegernsee reichen wird. Die Daten erreichen das Tal also auf demselben Weg wie die BOB.

Zwar hat sich der Anschluss ein wenig verzögert, in Zukunft wird diese Datenautobahn jedoch die Internetversorgung im Tal sichern. Für Kruschwitz ein gelungenes Projekt: „Wir sind stolz auf unsere lange Leitung.“


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