Bergzeit-Geschäftsführer reagiert auf Vorwürfe
Ohne Wachstum keine Arbeitsplätze

von Robin Schenkewitz

Das geplante Logistikzentrum von Bergzeit schlägt in Otterfing hohe Wellen. Kritikpunkt: Vor allem der Verkehr und die Größe der Halle. Nun nimmt Geschäftsführer Maximilian Hofbauer zu den Erweiterungsplänen Stellung und betont: „Wir werden ganz sicher kein zweites Amazon.“

Auf dem noch freien Grundstück in Otterfing soll das Logistikzentrum von Bergzeit entstehen.
Auf dem noch freien Grundstück in Otterfing soll das Logistikzentrum von Bergzeit entstehen.

Der Neubau eines Logistikzentrums von Bergzeit schlägt in Otterfing hohe Wellen. Erst sorgte der Brief eines Anwohners für Aufregung. Dann kritisierte die zweite Bürgermeisterin Ulrike Stockmeier die Größe des Baus. Jetzt nimmt Bergzeit Geschäftsführer Maximilian Hofbauer Stellung zu den Vorwürfen.

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Er erklärt, dass der Neubau notwendig ist, da der aktuelle Standort im ehemaligen Sport Scheck für die Firma zu klein wird:

Wir wollen wachsen. Aber hier stoßen wie an unsere Grenzen. Daher haben wir uns entschieden, das Grundstück zu kaufen und darauf eine neue Halle zu errichten.

Laut Hofbauer ist das Grundstück etwa 12.000 Quadratmeter groß, darf aber nur zu etwa 50 Prozent bebaut werden. Doch auch diese Größe möchte Bergzeit erst einmal nicht ausschöpfen. „Wir werden erst den ersten Teil realisieren, haben aber die Option auf einen zweiten“. Wann dieser gebaut werden soll, ist aktuell allerdings noch nicht klar. „Aber frühestens in fünf Jahren“, so Hofbauer.

“Verkehr wird sich nicht erhöhen”

Durch die erhöhten Kapazitäten werden auch mehr Mitarbeiter eingestellt. Samt Filialen habe man in Otterfing aktuell etwa 100 Mitarbeiter. Auf dem neuen Grundstück hätte man Platz für etwa 190 Angestellte, verrät der Geschäftsführer.

Doch wofür braucht Bergzeit überhaupt ein Logistikzentrum? Konkret werde in der Halle fertige Ware angeliefert, die dann von den Mitarbeitern verpackt und an den Kunden verschickt wird, weiß Hofbauer. Natürlich habe er auch schon von den Befürchtungen gehört, dass es durch das Projekt zukünftig mehr Verkehr in Otterfing geben wird. Diese Sorgen sind laut Hofbauer aber unbegründet. Natürlich würden die Kapazitäten wachsen, hier gelte es aber in erster Linie Synergien mit den Lieferanten zu schaffen:

Das bedeutet, dass wir dann 100 statt 150 Artikel geliefert bekommen. Das ist dann zwar ein größerer Container, aber trotzdem nur ein LKW.

Ohnehin würde sich die Anlieferung auf den Vormittag beschränken, damit die Arbeiter die Ware später auch verarbeiten können. Im Arbeitsablauf würde es dann so ausschauen, dass den ganzen Tag ein Container im Lager angedockt ist und von den Arbeitern befüllt wird. „Dieser wird aber nur einmal am Tag abgeholt.“

Natürlich gebe es schon jetzt viel Verkehr im Gewerbegebiet. „Das sehe ich ja von meinem eigenen Fenster aus.“ Allerdings wird in der öffentlichen Wahrnehmung wohl vergessen, dass diese nicht alle zu Bergzeit fahren würden. „Wir werden ganz sicher kein Amazon.“

Erste Pakete im Sommer 2017

Baustart für die Halle soll aktuell im Sommer sein. „Im August könnten schon die ersten Bagger anrollen.“ Laut Plan solle dann bis zum Winter zumindest die Außenhülle stehen, damit man dann mit dem Innenausbau anfangen kann. Dies soll noch einmal etwa drei Monate dauern.

Man habe keinen Zeitdruck, da der Mietvertrag am jetzigen Standort noch bis Ende 2017 laufe. Man könne in der Anfangszeit also noch parallel arbeiten. „Wir wollen aber in der Wintersaison 2017/18, also etwa im August, das erste Paket rausschicken.“

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