80 Gmunder EPC-Mitarbeiter verlieren Arbeitsplatz
„Wir wollen den Menschen helfen“

von Maxi Hartberger

Im Sommer schließt die in Louisenthal ansässige Firma EPC – damit fallen auch 80 Arbeitsplätze weg. Die SMG will das verhindern und geht in die Offensive.

Durch die Schließung von EPC fallen 80 Arbeitsplätze weg. Die SMG will den Arbeitnehmern nun helfen.

Seit Anfang der 90er Jahre ist die Gesellschaft Electronic Payment Cards (EPC) auf dem Gelände der Papierfabrik Louisenthal ansässig. Die EPC ist ein Joint Venture des Deutschen Sparkassenverlags (DSV) und der Firma Giesecke&Devrient. Der DSV ist mit 51 Prozent Anteilen Mehrheitseigner der EPC. Jahrelang ließ er von der EPC Chipkarten für den Eigenbedarf produzieren.

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Nach über 20 Jahren hat sich der DSV jetzt aber entschieden, die Chipkarten ab Sommer nicht mehr selbst zu produzieren, sondern an andere Unternehmen zu vergeben. Das bedeutet auch, dass rund 80 Beschäftigte entlassen werden müssen. Die Standortmarketinggesellschaft (SMG) will das verhindern.

Fachkräfte in der Region halten

Die Situation ist zumindest für die SMG-Verantwortlichen relativ simpel: Alle 80 Mitarbeiter suchen in naher Zukunft eine neue berufliche Perspektive, gleichzeitig bestehe in der Region ein Mangel an verfügbaren Fachkräften. Alexander Schmid, SMG-Geschäftsführer, erklärt auf Nachfrage:

Wir arbeiten eng mit EPC zusammen, um den Betrieben im Landkreis die Möglichkeit zu geben, qualifizierte Fachkräfte in unserer Region zu halten – das ist unser Hauptziel.

Daher werden derzeit alle ortsansässigen Betriebe, die Interesse haben könnten, direkt angeschrieben. Das Schreiben enthält eine Übersicht der Berufsgruppen und Tätigkeitsprofile, die derzeit noch bei EPC beschäftigt sind. Darunter sind 49 gewerbliche Mitarbeiter, fünf kaufmännische Angestellte, 14 technische Angestellte, acht Mitarbeiter im IT-Bereich und vier Mitarbeiter im Qualitätsmanagement.

Bis zum 24. März können sich die Firmen aus der Region bei der SMG melden und bekommen Qualifikationsprofile entsprechender Mitarbeiter zugeschickt. Laut Schmid wolle man den Menschen helfen und sei schon jetzt relativ optimistisch: „Ein Teil wird ja von der Papierfabrik selbst übernommen und aufgrund des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften hier in der Region, rechnen wir schon damit, dass für fast alle eine passende Stelle gefunden wird.“


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