Rodelunfälle bleiben nicht aus

Wird die Wallbergabfahrt unterschätzt?

Die Wallbergrodelbahn ist ein beliebtes Ausflugsziel bei zahlreichen Familien. Auch Unfälle unter den Rodlern bleiben nicht aus. Häufig wird die Bahn unterschätzt.

Immer wieder kommt es am Wallberg zu Rodel-Unfällen – das liegt auch daran, dass die Bahn unterschätzt wird.

Vor knapp zwei Wochen kam es auf der Rodelbahn am Wallberg an einem Tag zu gleich zwei Unfällen. Zuerst krachte zwischen Wallbergkicherl und Wallbergsattel ein unbekannter Mann in eine vorausfahrende 24-jährige Münchnerin. Die Frau erlitt dabei ein Wirbelsäulentrauma. Der Mann fuhr jedoch nach kurzem Stopp weiter und ließ die Frau alleine – ohne seine Personalien anzugeben.

Der zweite Unfall verlief ähnlich. Im unteren Drittel der Rodelbahn fuhr ein unbekanntes Kind und anschließend auch noch dessen Vater in eine vorausfahrende 18-Jährige aus Essenbach. Die junge Frau erlitt ebenfalls ein Wirbelsäulentrauma. Auch hier fuhren Vater und Sohn einfach weiter.

Letztes Jahr landete einer der Unfälle sogar vor Gericht. Ein 54-jähriger Gilchinger rammte eine 47-jährige Münchnerin, die zuvor auf der Strecke stehen geblieben war. Die Frau brach sich dabei einen Teil ihres Beckens, sechs Rippen, das Schulterblatt und verletzte sich an der Wirbelsäule – sie musste mit dem Hubschrauber ins Unfallklinikum Murnau gebracht werden. Antonia Asenstorfer, Leiterin für Kommunikation und Marketing bei den Alpenbahnen sagt:

Dass es immer mal wieder zu Unfällen kommt, lässt sich in alpinen Wintersportdestinationen leider nicht vermeiden. Hier ist neben den Sicherheitsvorkehrungen der Betreiber auch immer Eigenverantwortung der Gäste gefragt.

Aktuell sei die Rodelbahn aber perfekt präpariert. „Nach den jüngsten Schneefällen ist die Rodelbahn wieder in sehr gutem Zustand und auch gut befahrbar. Aktuell gibt es kaum eisige oder apere Stellen“, erklärt sie.

Im Großen und Ganzen seien die Gäste eher vernünftig, „aber bei hohem Gästeaufkommen wie an den Wochenenden genügen natürlich auch nur wenige „Ausreißer“ oder „Rowdies“ um Gefahrensituationen zu provozieren“, so Asenstorfer weiter. Eine Problematik sei zuweilen, dass die Gäste die Bahn unterschätzen oder mit unzureichender Ausrüstung kommen. „Wir empfehlen immer festes Schuhwerk mit gutem Profil und Helm zum Rodeln und weisen darauf hin, dass die Strecke sportlich anspruchsvoll und auch für Kleinkinder nicht geeignet ist“, betont sie.

Aufgrund Ihrer Länge und Neigung gehöre die Naturrodelbahn am Wallberg nämlich zu den anspruchsvollen Strecken. Deshalb werde auch auf der Homepage auf die Sicherheitshinweise hingewiesen. Und auch an der Bahn selbst hängen Hinweisschilder, wie man sich für eine sichere Abfahrt verhalten muss.

Hier ein Abfahrts-Video der TS:


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