Wolkentanz in den Mai

von Ursula Weber


Festliche Bräuche ranken sich um den morgen beginnenden Wonnemonat. Auch im Tal werden einige Maibäume aufgestellt und vor allem von Burschen und Madeln fröhlich gefeiert.

Schließlich kam das ausgelassene Treiben in den letzten Jahren ziemlich kurz. Rund um den 1. Mai gibt es die unterschiedlichsten Traditionen und machen ihn in vielerlei Hinsicht zu einem besonderen Tag im Jahr.
Ausgangspunkt ist freilich die erwachende Natur und die Hoffnung auf ein fruchtbares, segensreiches Jahr. Kein Wunder also, dass die Maifeiern auch ein bisserl als Partnerbörse galten und mancherorts junge Männer ihrer Liebsten eine geschmückte Birke vor die Haustür stellten. Auch mit Maifeuern wird der Winter ausgetrieben und das Frühjahr willkommen geheißen. Übrigens verband sich viele Jahrhunderte lang die Waffenschau der wehrfähigen Männer mit diesem Termin, was vielleicht auch etwas dazu beigetragen hat, dass die Nacht zum 1. Mai als Freinacht weidlich genutzt wurde. Die legendäre Walpurgisnacht dürfte hingegen weniger konkrete Wurzeln haben, sondern vielmehr aus einer Vermischung des Gedenktags der Heiligen Walburga mit spätmittelalterlichen Vorstellungen von vorchristlichen Riten zu tun haben. Bleibt noch der “Tag der Arbeit” zu erwähnen, der inzwischen auch eine wechselvolle Historie aufweisen kann.
Viele verschiedene geschichtliche Fäden laufen also am 1. Mai zusammen. Auch sie werden sich wieder verändern und es wird spannend sein, welche Traditionen wir weitertragen werden. Schließlich liegt es ganz in unseren Händen, welches Brauchtum wir der Vergangenheit überlassen und welches wir weiter pflegen und lebendig erhalten.

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