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Vanessa Hinz überraschend mit Biathlon-Staffel auf dem Olympia-Podest

„Wundertüte“ holt Bronze an den Schliersee

Von Sabiene Hemkes

Einen hervorragenden dritten Platz in der Olympia-Staffel holten heute Vormittag Vanessa Voigt, Vanessa Hinz, Franziska Preuß und Denise Herrmann. Hinter Olympiasieger Schweden und Russland begeisterten die Vier mit dem überraschenden Podestplatz bei Olympia. Am Schliersee freuten sich Vanessas Fans.

Das sind unsere vier überglücklichen Bronze-Medaillengewinnerinnen der deutschen Biathlon Staffel von Peking. / Quelle: ARD Sportschau

Heute kann die Gemeinde Schliersee ihre erste Medaille bei den Olympischen Spielen in Peking feiern. Vannesa Hinz sicherte sich mit ihren Teamkolleginnen die erste Staffelmedaille für die Biathletinnen seit Vancouver 2010. Für Vannessa, die diesmal überraschend nicht als Startläuferin, sondern an zweiter Stelle in den Wettbewerb startete, ist es das erste Edelmetall bei Olympia.

Hinz hat zwar bereits dreimal Gold und viermal Silber in den Team- und Staffelwettbewerben bei Weltmeisterschaften gewonnen, aber auf eine olympische Medaille musste sie bis heute warten.

Richtig „blau“, aber überglücklich

Im ARD-Interview sagte Hinz überglücklich und immer noch leicht ausgepowert über ihren Lauf:

Die Schlussrunde war ein Kampf. Ich bin selten so richtig blau – aber heute war ich es. Ich habe alles gegeben, mehr war im Körper nicht mehr drin.

Die 29-Jährige hatte auf ihrer Runde den vierten Platz gehalten, doch leider wieder den schon bekannten „verflixten letzten Schuss“ im stehenden Anschlag neben die Scheibe gesetzt. Zum Glück für die deutsche Staffel, konnte sie dank starker Nerven ohne Strafrunde an Franziska Preuß übergeben. Denise Hermman, die schon überraschend Gold im Einzel gewinnen konnte, brachte mit einem fulminanten Lauf den dritten Platz für die deutschen Frauen ins Ziel.

„Östersund Gruppe“ feiert die Medaille

Und auch in der Heimat war die Freude groß. Hans Haag, der „Hüttenwirt“ der Skiclubhütte an den Schönfeldalmen aus Schliersee war noch ganz ergriffen, als wir ihn nach dem Rennen telefonisch erreichen.

Eine super Leistung von der Vanessa. Das ist sooo schee!

Mit dem „uns“ meint Haag die „Östersund Gruppe“. Dabei auch der Vater von Vanessa Hinz, wie Haag verrät. „Wir sind eigentlich nur vier Leute in der Gruppe. Wir waren damals bei der Weltmeisterschaft mit Vanessa dabei, deshalb auch Österland-Gruppe“, klärt der Fan von Vanessa lachend über den wunderlichen Namen auf.

Und beim Stammtisch morgen Abend werde die Gruppe auch mächtig auf ihre Bronze-Medaillen-Gewinnerin anstoßen, versichert Haag. Ein Public Viewing gab es am Schliersee zwar nicht, aber gemeinsam fieberten die Freunde über Telefon verbunden mit.

Arndt Peiffer freut sich mit Bronze-Girls

Die „Östersund Gruppe“ kennt auch Klaus Zellinger vom SC Schliersee sehr gut. Der harte Kern der Truppe gehöre zum Skiclub, erklärt uns der Bereichswart für die nordischen Disziplinen des Vereins. Zellinger freut sich ebenfalls diebisch über den Erfolg der Vereinskollegin:

Vanessa hatte eine schwierige Saison, deshalb freut es mich umso mehr, dass sie heute gezeigt hat, was in ihr steckt. Die Medaille hat sie sich wirklich verdient.

Auch Arndt Peiffer aus Holzkirchen, der ARD-Experte und Biathlon-Olympiasieger, war begeistert von der Leistung der Pekinger Bronze-Girls. Allerdings sitzt der Holzkirchner nicht mit im Fernsehstudio, sondern wurde aus der heimischen Isolation zugeschaltet. Noch im Vorfeld der Spiele hatte der Holzkirchner in seiner Olympia-Analyse orakelt: „Vanessa Hinz gleicht einer Wundertüte“.


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