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Ermittlungen zum mutmaßlichen Mord in Tegernsee laufen

Wie starb der Arzt?

Von Redaktion

Anfangs sah es nach einem natürlichen Tod aus. Dr. S. aus Tegernsee starb im letzten Jahr. Aber die Polizei glaubte der Version der Ehefrau nicht – sie wurde verhaftet. Jetzt sind neue Details bekannt.

Ist beim mutmaßlichen Mord in Tegernsee Morphin im Spiel gewesen?

Die Rolling Stones haben es besungen, in der Schmerzmedizin ist es oft das letzte Mittel: Morphin. Es ist ein stark wirkendes, opioides Medikament, und man bekommt es nicht so nebenbei wie Blasentee. Wurde mit so einem Pharmahammer ein 60jähriger Arzt aus Tegernsee getötet? Seine 47jährige Ehefrau, eine gebürtige bulgarische Krankenschwester, wurde vor wenigen Tagen auf Anweisung der Staatsanwaltschaft in U-Haft genommen. Gegen sie scheint ein dringender Tatverdacht vorzuliegen.

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Die Kripo in Miesbach scheint davon auszugehen, dass der Ehemann mit einer deutlich zu hohen Dosis des Schmerzmittels von seiner Frau behandelt worden sei. Interessantes Detail: Noch scheint man bei der Polizei davon auszugehen, dass der Arzt das Morphin selbst besorgt haben soll, was als Mediziner sicher leichter ist. Sollte es gar ein Mord auf Verlangen gewesen sein?
Die Staatsanwaltschaft II in München hält sich mit Antworten zurück. Pressesprecherin Andrea Meyer dazu: “Fragen kann ich Ihnen im derzeitigen Stand des Verfahrens nicht beantworten, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden.“

Morphin führt bei dem Patienten, zu stark verabreicht, zu einer sogenannten Atemdepression. Der Atemreflex setzt langsam aus. In Deutschland ist der Erwerb und der Handel mit dem Mittel extrem reguliert. Großhändler wie auch Apotheken müssen die Abgabe und den Verkauf genau und nachhaltig dokumentieren.

Der Hintergrund

Am 8. August 2018 wurde der Augenarzt in Tegernsee leblos in seinem Bett aufgefunden. Der Hausarzt konnte damals nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Todesursache war jedoch unklar. Deshalb wurden Beamte der Kriminalpolizei Rosenheim und später auch Ermittler der Kriminalpolizei Miesbach hinzugezogen. Am Tatort selbst soll sich eine Spritze befunden haben, die erste Fragen aufwarf.

In der Folge wurde eine rechtsmedizinische Untersuchung des Leichnams verordnet. Das Ergebnis und die Erkenntnisse weiterer aufwendiger und langwieriger Ermittlungen führten schließlich zum Verdacht einer vorsätzlichen Tötung.

Die 47-jährige Ehefrau sitzt derzeit im Frauengefängnis Stadelheim in U-Haft.

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