Stadt Tegernsee vor Gericht
XXL-Werbung? Nein, danke!

von Nadja Weber

Werbung umgibt uns täglich, fast überall. Im Tegernseer Tal schreckt man selbst vor auffälligen, lebensgroßen Werbekühen nicht zurück. Jetzt sorgen geplante Werbeplakate einer Firma aus Konstanz für einen Rechtsstreit.

Die Firma Schwarz Außenwerbung GmbH will am Hornparkplatz eine Werbetafel ausstellen. Die soll noch größer sein, als das Schild in der Bahnhofstraße.
Die Firma Schwarz Außenwerbung GmbH will am Hornparkplatz (links) eine Werbetafel ausstellen. Diese soll noch größer sein, als das Schild in der Bahnhofstraße (rechts).

Werbung kann informieren, aber auch irritieren. Vor allem dann, wenn gewisse Werbemittel öffentlich unsere Aufmerksamkeit erwecken sollen. Große, auffällige Werbemittel können zwar für den Dienstleister vorteilhaft sein, doch die Allgemeinheit verurteilt die “XXL-Poster” oftmals als unschön und störend.

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Das Unternehmen Schwarz Außenwerbung GmbH aus Konstanz hat sich genau auf derartige Werbemittel spezialisiert und beschreibt sein Fachgebiet auf der eigenen Webseite als “Out-of-Home-Medien”.

XXL-Werbung? – Nein!

Dass sich auch die Stadt Tegernsee an zu großen, öffentlichen Werbeplakaten stört, zeigt ein Beispiel, welches nun schon bald vor Gericht verhandelt wird. Die Firma Schwarz Außenwerbung GmbH will nach Informationen aus dem Rathaus schon seit einiger Zeit ein großformatiges, etwa fünf bis sechs Quadratmeter großes Werbeplakat, an der Hauptstraße 22 in Tegernsee aufrichten.

Doch die Stadt hat dieses Vorhaben bereits zwei Mal abgelehnt, erklärt Bürgermeister Johannes Hagn:

Es geht um ein Plakat, das an einer Gebäudemauer am Hornparkplatz errichtet werden soll. Außerdem soll diese Werbeanlage noch beleuchtet werden. Der Stadt ist dieses Plakat zu groß.

Die Werbefirma Schwarz will das so nicht akzeptieren und zieht nun vor das Münchner Verwaltungsgericht. Am Mittwoch, 4. Mai wollen sich Richter zusammen mit den Beteiligten um 15 Uhr in Tegernsee treffen, um sich ein Bild vor Ort machen zu können. Anschließend ist die mündliche Verhandlung angesetzt. Dann wird der Richter den Beteiligten eine Tendenz geben können.

Auf Nachfrage bei der Schwarz Außenwerbung GmbH wollte sich Geschäftsführer Christoph Schwarz nicht dazu äußern. Während des laufenden Verfahrens möchte das Unternehmen keine Informationen nach Außen geben.

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